Längere Regeln für Startrechte in der Luftfahrt

Die geforderte Ausnahmeregelverlängerung stößt auf Kritik der Billigfluglinien.
© Pixabay

Landendes Flugzeug

Die Luftfahrtlobby macht sich wegen der Coronapandemie für eine Verlängerung der Ausnahmeregelung für Start- und Landerechte stark. Die Verbände Iata und ACI plädierten an die Regulierer, die Regeln zu Start- und Landerechten (Slots) an Flughäfen bis Oktober 2021 weiter auszusetzen, wie aus einem Entwurf des Luftfahrtverbands Iata und des Airportverbands ACI hervorgeht, in den die Nachrichtenagentur Reuters Einsicht hatte.

Fluggesellschaften etwa in der Europäischen Union müssen 80 Prozent der Slots dauernd nutzen, um sie nicht zu verlieren. Diese Regel ist bis zum 31. März 2021 ausgesetzt, da Airlines wegen der schwindenden Nachfrage und der Reisebeschränkungen in der Virus-Krise ihren Flugbetrieb massiv heruntergefahren haben.

Der Vorschlag der Lobby stößt allerdings auf Kritik vor allem von Billigfliegern. Eine Sprecherin der irischen Ryanair sagte, eine Verlängerung der Ausnahmeregeln bedeute weniger Flüge und höhere Preise für Verbraucher. Dies hindere Lowcost-Airlines an der Expansion, während alteingesessene Fluggesellschaften Kapazitäten reduzieren und Preise erhöhen könnten. Der Chef der ungarischen Billigairline Wizz Air sagte Reuters: „Wizz Air hält jeden Versuch, die derzeitigen Ausnahmeregel vollständig, teilweise oder zu niedrigeren Schwellenwerten zu verlängern, für völlig inakzeptabel.“

APA/red

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