Langstreckenflugzeug 777-8, bitte warten

Boeing verschiebt die Einführung des neuen Jets wegen Triebwerksproblemen.
© Boeing

Nach dem Debakel um die Baureihe 737 Max verschiebt der US-Luftfahrtkonzern Boeing die Einführung der Ultralangstreckenversion des neuen Modells 777X. Boeing habe den Zeitplan des Entwicklungsprogramms für die Variante 777-8 überprüft und angepasst, teilte ein Konzernsprecher am Donnerstag (15.8.) in Chicago mit. 

Man halte aber an dem Flugzeugtypen fest und arbeite eng mit dem Triebwerklieferanten GE zusammen, heißt es weiter. Bei der Baureihe 777-9 – die eine kürzere Reichweite hat und von der Lufthansa 20 Stück bestellt hat – strebt Boeing weiterhin erste Auslieferungen für das Jahr 2020 an.

Keine Angaben machte Boeing zum neuen Zeitplan für die 777-8. Boeing hatte vor drei Wochen mitgeteilt, bei der 777X gebe es wegen Problemen mit den Triebwerken „erhebliche Risiken für den Zeitplan“. Mit der Verschiebung bei der 777-8 könnte Boeing bei einem prestigeträchtigen Projekt der australischen Fluglinie Qantas ins Hintertreffen gegenüber dem europäischen Konkurrenten Airbus geraten.

Qantas will von 2023 an den Linienverkehr auf der 17 000 Kilometer langen Strecke zwischen Sydney und London aufnehmen, der 21-stündige Flug wäre die weltweit längste Nonstop-Verbindung. Als Flugzeugtypen sind eine modifizierte Version der künftigen Boeing 777-8 und der Ultralangstrecken-Airbus A350 im Gespräch. Qantas-Chef Alan Joyce hatte dem US-Sender CNN im Juni bereits gesagt, er hoffe, die Angebote der Luftfahrtkonzerne im August vorliegen zu haben.

APA/red

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