Laudamotion führt Leerflüge durch

Begründung: Die "Flugfähigkeit" der Flugzeuge soll so während der Corona-Krise erhalten bleiben.
laudamotion.com

Laudamotion setzt auf „Technikfllüge“

Die österreichische Ryanair-Tochter Laudamotion führt seit der corona-bedingten Einstellung des regulären Flugbetriebs sogenannte Leerflüge durch. Für Mittwoch (25.3.2020) waren vier solcher Flüge mit Start und Ankunft in Wien-Schwechat auf der Webseite des Flughafens aufgelistet. Die Flugnummern lauteten OE 989T, OE 991T, OE 992T und OE 993T. Von anderen Airlines in Wien ist die Praxis nicht bekannt.

„Technikflüge“

Ein Buchstabe wie das „T“ am Ende der Flugnummer ist bei normalen Flügen unüblich. Gegenüber der APA erklärte Laudamotion, man führe derzeit „Technikflüge“ durch, um die Flugtauglichkeit der Flotte jederzeit sicherzustellen. „So wird unsere in Wien stationierte Flotte während der Aussetzung des Flugbetriebes durch mehrere technische Maßnahmen aber dennoch flugfähig bleiben. Dadurch bleiben unsere Fluggeräte für den Bedarfsfall wie Rückhol- und Transportflüge für medizinische Produkte, jederzeit einsatzbereit. Die Anzahl der Flüge variiert hier täglich und wird bei Bedarf reduziert, sollten in den nächsten Wochen keine weiteren Hilfsflüge in Zusammenarbeit mit dem Außenministerium geplant sein.“

Wartungsmaßnahmen am Boden sollten in der Regel reichen

Laut dem Luftfahrtportal „Austrian Wings“ sind solche Flüge, bei denen die Flugzeuge im österreichischen Luftraum kreisen, aus technischer Sicht nicht nötig. Die Flugfähigkeit könne auch am Boden durch umfangreiche Wartungsmaßnahmen erhalten werden. Das Onlineportal beruft sich dabei auf Informationen eines Flugzeugtechnikers. Wie die APA erfuhr, wird in Luftfahrtkreisen vermutet, dass Laudamotion diese Leerflüge macht, weil sie viele Piloten, aber weniger Techniker in Wien haben und sich so den aufwendigen „Re-Entry into service“ ersparen wollen. „Also sie lösen den Zustand, die Flugzeuge bereit zu halten, über Leerflüge, ökologisch betrachtet nicht so super“, spekuliert der Insider.

APA/red (VzH)

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