Luftfahrtzulieferer setzt auf Impfungen und Klimawandel

Die Klimadiskussion soll neue Aufträge bringen.
© Pixabay

Die Corona-Impfungen sollen zu einem Flugboom führen. Darauf hofft der Luftfahrtzulieferer FACC. Langfristig erhoffen sich die Oberösterreicher vom Kampf gegen den Klimawandel zusätzliches Geschäft im Leichtbau von Verkehrsflugzeugen. Von einer Abkehr vom Fliegen geht Vorstandschef Robert Machtlinger aber nicht aus. Er erwartet, dass bis 2040 43.000 neue Flugzeuge gebaut werden.

FACC hat sich in China und Russland schneller vom Einbruch erholt. Auch in den USA und Großbritannien sind mit den vermehrten Impfungen die Reisebuchungen angestiegen. Überstanden sei die Krise aber noch nicht. 9.000 Flugzeuge seinen derzeit gar nicht im Einsatz.

Klimadiskussion prägt Flugverkehr

Machtlinger geht davon aus, dass mindestens 1.800 ältere Flugzeuge nicht mehr auf den Himmel zurückkehren und vorzeitig ausgemustert werden. „Die Klimadiskussion wird die Nachfrage nach neuen, effizienten Flugzeugen beflügeln“, so Machtlinger.

Auch wenn ein CO2-freien Flugverkehr noch in weiter Ferne liegt, so setzen die Flugzeugbauer Boeing und Airbus sowie deren Zulieferer vor allem auf Jets. Sie verbrauchen weniger Kerosin und stoßen damit auch weniger klimaschädliches Kohlendioxid aus. Gleichzeitig hilft die Entwicklung hin zu sparsameren Flugzeugen den Fluggesellschaften Treibstoffkosten zu sparen. Außerdem können sie Flugtickets günstiger anbieten.

Für 2021 erwartet der FACC-Vorstand einen Umsatz auf Niveau des Jahres 2020. Ungefähr eine halbe Milliarde Euro. Voraussetzung dafür sei eine stabilisierte Weltwirtschaft ohne weitere Krisenrückschläge und weitere globale Lockdowns. Einen weiteren Stellenabbau schloss Machtlinger nicht aus.“Ich habe die Kristallkugel nicht gepachtet“. Wenn unerwartete Auswirkungen am Markt nicht abgefedert werden können, „kann ich das nicht verneinen“, so Machtlinger. Aus heutiger Sicht sei aber kein neuerlicher Stellenabbau geplant.

 

APA/red

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