Lufthansa-Chef: Ende des Krise nicht in Sicht

Kein Anstieg auf 50 Prozent Auslastung absehbar.
© © Oliver Roesler, Lufthansa

Ein Ende des Geldabflusses bei der Lufthansa in der Coronakrise ist Firmenchef Carsten Spohr zufolge nicht in Sicht. Derzeit verliere der mit staatlichen Milliardenhilfen gestützte Luftfahrtkonzern noch immer ungefähr eine Million Euro alle 90 Minuten, sagte Spohr am Montag bei einer Konferenz des Bundesverbandes der Deutschen Industrie in Berlin. Dies summiere sich auf monatlich rund 500 Millionen Euro Liquidität, die abfließe.

„Wir wollen irgendwann bei 50 Prozent Auslastung Cash-neutral sein. Die sind absolut nicht absehbar“, ergänzte der Lufthansa-Chef mit Blick auf Passagierflüge. „Wir sind froh, wenn wir auf 20 Prozent im Winter kommen.“ Dennoch sei es „absolut“ sicher, dass die Lufthansa die Coronakrise überstehen werde.

In der Diskussion über Luftverkehr und Klimaschutz bekräftigte Spohr, dass synthetische Kraftstoffe der wichtigste Hebel zu klimafreundlichem Fliegen seien. Doch für solchen Kraftstoff, der mit grünem Strom gewonnen werden müsste, fehlen immer noch die Produktionskapazitäten in ausreichender Menge, erklärte der Grünen-Politiker Cem Özdemir. Vor dem Hintergrund wäre es „völliger Unsinn“, wenn der knappe synthetische Kraftstoff auch in Autos mit Verbrennungsmotoren eingesetzt würde, waren sich Spohr und Özdemir einig. Synthetische Kraftstoffe müssten Schiffen und Flugzeugen vorbehalten bleiben.

 

APA/Red

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