Malaysia geht gegen riskante Bergtouren vor

Nach steigenden Rettungseinsätzen gelten in Malaysia künftig strengere Regeln für Wanderungen.

26.08.2026 15:12
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Die Regierung begründet die strengeren Regeln mit der Sicherheit der Wanderer und dem Aufwand für Such- und Rettungseinsätze.

Malaysia verschärft die Regeln für Wanderungen in besonders gefährlichen Gebieten. Hintergrund sind unter anderem mehr Rettungseinsätze. In den ersten fünf Monaten dieses Jahres wurden 52 Wanderer als vermisst oder verloren gemeldet. Das waren rund 30 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Bergführer sollen Pflicht werden

Für 189 als besonders riskant eingestufte Wandergebiete soll künftig ein zertifizierter Bergführer vorgeschrieben sein. Vor dem Start einer Tour sollen zudem Gesundheitsangaben und ein ausreichender Versicherungsschutz überprüft werden.

Kürzere Touren in der Kritik

Die Behörden gehen auch gegen sogenannte „Compressed Hikes“ vor. Dabei werden anspruchsvolle Touren in deutlich kürzerer Zeit als üblich bewältigt. Der Trend hat durch soziale Medien an Popularität gewonnen. Nach Angaben von Bergführern verzichten manche Wanderer dabei auf notwendige Ausrüstung. Im Vordergrund stehe teilweise der Versuch, möglichst schnell einen Gipfel zu erreichen und entsprechende Aufnahmen für soziale Netzwerke zu machen.

Erste Verbote

In mehreren Regionen wurden solche verkürzten Wanderungen bereits eingeschränkt oder verboten. Die Regierung begründet die strengeren Regeln mit der Sicherheit der Wanderer und dem Aufwand für Such- und Rettungseinsätze. Die neuen Vorgaben sollen schrittweise auf weitere Wandergebiete ausgeweitet werden.

(red)

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