Österreich wird Teil des Frecciarossa-Netzes

Ab dem kommenden Jahr soll der italienische Hochgeschwindigkeitszug Frecciarossa erstmals durch Österreich fahren.

15.06.2026 9:46
red04
© Piero CRUCIATTI / AFP
Nach Angaben des Unternehmens soll der Frecciarossa bereits im kommenden Jahr in Zusammenarbeit mit österreichischen und deutschen Bahnunternehmen bis nach München fahren.

Der italienische Höchstgeschwindigkeitszug Frecciarossa wird künftig auch durch Österreich verkehren. Das kündigte Luigi Corradi Strisciuglio, Geschäftsführer der italienischen Bahngesellschaft Trenitalia, laut Medienberichten an.

Verbindung von Italien nach München

Nach Angaben des Unternehmens soll der Frecciarossa bereits im kommenden Jahr in Zusammenarbeit mit österreichischen und deutschen Bahnunternehmen bis nach München fahren. Geplant ist zunächst eine Anbindung der bayerischen Landeshauptstadt an die italienischen Metropolen Mailand und Rom. Strisciuglio betonte in diesem Zusammenhang die Bedeutung des Wettbewerbs im europäischen Bahnverkehr. Konkurrenz zwischen den Anbietern könne zur Weiterentwicklung des Angebots beitragen. Dabei spiele nicht allein der Preis eine Rolle, sondern insbesondere auch die Qualität der Dienstleistungen.

Wettbewerb in Italien

Nach Einschätzung des Trenitalia-Chefs habe sich der Wettbewerb im italienischen Bahnmarkt bereits positiv ausgewirkt. Die Konkurrenz habe dazu beigetragen, dass auch das eigene Unternehmen sein Angebot weiter verbessert habe.

Ausbau der internationalen Präsenz

Der Frecciarossa ist nicht nur auf italienischen Strecken unterwegs. Bereits heute verkehren die Hochgeschwindigkeitszüge auch in Spanien und Frankreich. Trenitalia verfolgt damit das Ziel, ihre Präsenz auf weiteren europäischen Märkten auszubauen.

Weitere Konkurrenz geplant

Neben Trenitalia ist im italienischen Hochgeschwindigkeitsverkehr auch die private Bahngesellschaft Italo aktiv. Das Unternehmen plant, ab 2028 in den deutschen Fernverkehr einzusteigen und dort mit der Deutschen Bahn zu konkurrieren. Ob dieses Vorhaben umgesetzt werden kann, hängt unter anderem von den verfügbaren Trassenzugängen im deutschen Schienennetz ab. Über deren Vergabe entscheidet die DB InfraGO, eine Tochtergesellschaft der Deutschen Bahn.

(APA/red)

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