Österreichs Weinproduktion 2025 deutlich über Vorjahr

Nach einer mageren Ernte 2024 erholte sich die Weinproduktion in Österreich 2025 kräftig und lag über dem Fünfjahresdurchschnitt.

20.02.2026 10:44
red04
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Die Ertragssteigerungen waren in allen größeren Weinbaugebieten zu beobachten.

Nach einem schwächeren Jahr 2024 hat die österreichische Weinproduktion im Jahr 2025 wieder merklich zugelegt. Laut Daten von Statistik Austria wurden insgesamt 2,56 Millionen Hektoliter (hl) Wein erzeugt. Das entspricht einem Anstieg von 37 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und liegt 11 Prozent über dem Fünfjahresdurchschnitt. Grund für das Wachstum waren vor allem günstige Wetterbedingungen, die ausreichend Niederschlag brachten und weitgehend schädliche Frost- oder Hagelereignisse verhinderten.

Weißwein legt besonders stark zu

Die Zuwächse waren besonders bei Weißwein ausgeprägt. Mit einer Produktion von 1,86 Mio. hl stieg der Ertrag um 44 Prozent im Vergleich zu 2024 und liegt damit 15 Prozent über dem langjährigen Mittel. Die Rotweinproduktion nahm weniger stark zu: Mit 701.000 hl bedeutet dies ein Plus von 21 Prozent und entspricht exakt dem Fünfjahresdurchschnitt. Auch bei Qualitäts- und Prädikatsweinen zeigte sich ein deutlicher Anstieg: Hier stieg die Gesamtproduktion um 30 Prozent auf 2,27 Mio. hl.

Zuwächse in allen großen Weinregionen

Die Ertragssteigerungen waren in allen größeren Weinbaugebieten zu beobachten. In Niederösterreich, dem bedeutendsten Weinbauland, erhöhte sich die Produktion um 44 Prozent auf 1,70 Mio. hl. Das Weinviertel allein verzeichnete 989.300 hl, ein Plus von 42 Prozent. In der Steiermark lag die Produktionsmenge mit 244.700 hl sogar um mehr als die Hälfte über dem Vorjahr (plus 54 Prozent). Das Burgenland steigerte seine Ernte auf 582.900 hl (+16 Prozent), blieb damit jedoch leicht unter dem Fünfjahresdurchschnitt (minus 1 Prozent). In Wien stieg die Weinproduktion auf 30.200 hl, ein Zuwachs von 38 Prozent.

Weinbestand weiterhin rückläufig

Trotz der guten Ernte 2025 ist der Weinbestand zum Stichtag 31. Juli auf den niedrigsten Stand seit sieben Jahren gefallen. Grund hierfür ist die geringe Produktion im Jahr 2024. Der Gesamtbestand sank auf 2,65 Mio. hl, ein Rückgang von 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr und 11 Prozent unter dem Fünfjahresmittel. Davon entfielen 1,42 Mio. hl auf Weißwein (minus 18 Prozent) und 1,23 Mio. hl auf Rotwein (minus 6 Prozent).

(APA/red)

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