Riva del Garda führt Verbot für Strand-Ballspiele ein
Der beliebte Urlaubsort am Gardasee schränkt Ballspiele ein, um Badegästen mehr Erholung zu ermöglichen.
Der italienische Urlaubsort Riva del Garda am nördlichen Gardasee hat für mehrere stark frequentierte Strandbereiche ein Verbot von Ballspielen erlassen. Damit ist unter anderem Fußballspielen am Strand nicht mehr erlaubt. Die Maßnahme betrifft den Abschnitt zwischen Punta Lido und dem Hafen San Nicolò und gilt während der Sommersaison bis Ende September 2026. Grund für die neue Regelung sind Beschwerden von Badegästen. Nach Angaben der Gemeinde hatten sich Besucher wiederholt durch fliegende Bälle gestört oder gefährdet gefühlt. Besonders an gut besuchten Uferabschnitten sei es zu Konflikten zwischen sportlich aktiven Gästen und Menschen gekommen, die den Strand zur Erholung nutzen wollten.
Sicherheit und Ruhe als Begründung
Die Stadtverwaltung begründet das Verbot vor allem mit Sicherheitsaspekten. An dicht belegten Stränden könnten geschossene oder geworfene Bälle andere Badegäste treffen und zu Verletzungen führen. Zudem hätten frühere Regelungen nicht immer eindeutig festgelegt, wann ein Strandabschnitt als überfüllt gilt. Mit dem neuen Verbot soll nun eine klare Vorgabe geschaffen werden. Die Regelung betrifft nicht nur Fußball, sondern auch andere Ballspiele wie Basketball oder vergleichbare Aktivitäten. Verstöße können mit Geldstrafen geahndet werden. Medienberichten zufolge können diese in bestimmten Fällen bis zu 600 Euro betragen.
Alternative Flächen für Sport
Die Gemeinde weist darauf hin, dass Sport weiterhin möglich bleibt. Für Ballspiele stehen andere Bereiche zur Verfügung, darunter Flächen nördlich des Rad- und Fußwegs sowie Sport- und Grünanlagen rund um das Miralago-Areal. Dort sollen Besucher ausreichend Platz haben, ohne andere Strandgäste zu beeinträchtigen. Die Stadt betont, dass das Ziel nicht darin liege, sportliche Aktivitäten grundsätzlich einzuschränken. Vielmehr solle ein Ausgleich zwischen Freizeitangeboten und dem Ruhebedürfnis der zahlreichen Badegäste geschaffen werden.
(red)