Rom warnt vor Problemen durch EU-Grenzkontrollen
Neue biometrische Einreiseverfahren könnten an Roms Flughäfen in der Hauptreisezeit zu langen Wartezeiten führen.
Die Betreiber der römischen Flughäfen Fiumicino und Ciampino warnen vor möglichen erheblichen Verzögerungen durch die neuen biometrischen EU-Grenzkontrollen. Nach Angaben des Flughafenbetreibers Aeroporti di Roma könnte das neue Ein- und Ausreisesystem (EES) während der Sommerreisezeit nur eingeschränkt durchführbar sein, um größere Staus bei der Abfertigung zu vermeiden.
Der Vorstandschef des Unternehmens äußerte sich besorgt über die Vereinbarkeit der neuen Kontrollverfahren mit den erwarteten Spitzenbelastungen im Flugverkehr. Eine vollständige Registrierung aller Passagiere sei unter diesen Bedingungen kaum realistisch, weshalb im Zweifel flexible Lösungen notwendig seien, um den Passagierfluss aufrechtzuerhalten.
Das EES-System erfasst bei der Einreise in den Schengen-Raum biometrische Daten wie Fingerabdrücke und Lichtbilder von Reisenden aus Nicht-EU-Staaten. Es wurde erst kürzlich eingeführt, verzeichnet jedoch laut Berichten bereits technische Probleme sowie Verzögerungen bei der Abfertigung.
Flughafenbetreiber und Branchenvertreter warnen, dass es insbesondere in der Hochsaison zu erheblichen Wartezeiten kommen könnte. Teilweise wird von möglichen Verzögerungen von mehreren Stunden ausgegangen. Auch eine zeitweise Aussetzung einzelner Abläufe wurde bereits an einigen Standorten diskutiert.
Die EU-Kommission betont hingegen, dass das System grundsätzlich stabil laufe und in allen Schengen-Staaten funktionsfähig sei. Längere Wartezeiten seien eher auf strukturelle Faktoren wie hohe Auslastung oder Personalmangel zurückzuführen als auf das System selbst. Gleichzeitig verweist die Kommission auf mögliche Flexibilitätsregelungen für die Mitgliedstaaten.
APA/Red.
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