Rom will Golfcart-Touren regulieren
Wegen zunehmender Beschwerden über Verkehr und Massentourismus plant Rom strengere Regeln für touristische Golfcart-Fahrten.
Die Stadt Rom will den Einsatz von Golfcarts für touristische Stadtrundfahrten im historischen Zentrum stärker regulieren. Hintergrund sind wachsende Beschwerden von Anwohnern und Lokalpolitikern über die zunehmende Zahl der elektrisch betriebenen Fahrzeuge.
Kritiker bemängeln, dass die Golfcarts zu Verkehrsbehinderungen beitragen, Sicherheitsrisiken verursachen und den Druck des Massentourismus auf die Innenstadt weiter erhöhen. Besonders in stark frequentierten Bereichen würden die Fahrzeuge den ohnehin dichten Verkehr zusätzlich belasten.
Der Präsident der Region Latium, Francesco Rocca, hat daher Gespräche mit Vertretern der Stadt, der Region sowie der Tourismusbranche angekündigt. Ziel ist die Ausarbeitung verbindlicher Regeln für den Betrieb der Fahrzeuge. Geplant sind Vorgaben für die Nutzung, festgelegte Routen sowie mögliche Sanktionen bei Verstößen. Ein vollständiges Verbot steht derzeit nicht zur Diskussion.
Nach Angaben Roccas könnte ein entsprechendes Gesetz noch vor Jahresende beschlossen werden. Die konkrete Umsetzung soll anschließend durch Regelungen der Stadt Rom erfolgen.
Der Widerstand gegen die Golfcarts wächst insbesondere in der Altstadt. Bewohner verweisen auf das Beispiel Florenz, wo der Einsatz vergleichbarer Fahrzeuge bereits stärker eingeschränkt wurde. Die Debatte ist Teil einer breiteren Diskussion über die Auswirkungen des Massentourismus auf die italienische Hauptstadt und den Umgang mit den steigenden Besucherzahlen.
APA/Red.
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