Ryanair rechnet mit fast einer Mrd. Euro Verlust

Europas größte Billigfluglinie erwartet angesichts der Impfkampagnen für 2020/21 "verhalten optimistisch" Minus von 850 bis 950 Mio. Euro.
© Pixabay

Europas größter Billigflieger Ryanair erwartet wegen des Einbruchs des Reiseverkehrs während der Coronapandemie im Geschäftsjahr 2020/21 einen Verlust von fast 1 Mrd. Euro. Zwar lasse sich die Entwicklung angesichts der Änderungen von Reisebeschränkungen schwer vorhersagen, doch prognostiziere das Management angesichts der Impfkampagnen für das bis Ende März laufende Geschäftsjahr „verhalten optimistisch“ ein Minus von 850 bis 950 Mio. Euro, teilte das Unternehmen mit.

Erst Anfang Jänner hatte Ryanair wegen der Verschärfung von Lockdowns seine ohnehin schon dürren Geschäftspläne für den Winter noch weiter zusammengestrichen.

Ryanair rechnet seither für das Geschäftsjahr 2020/21 nur noch mit 26 bis 30 Millionen Fluggästen, wobei laut der Mitteilung vom Montag eine Zahl eher am unteren Ende wahrscheinlicher sei. In den drei Monaten bis Dezember hatte das Unternehmen insgesamt nur noch 8,1 Millionen Fluggäste und damit um 78 Prozent weniger als vor einem Jahr. Unter dem Strich fiel ein Verlust von knapp 321 Millionen Euro an. Im Vorjahreszeitraum hatte Europas größter Billigflieger noch fast 88 Millionen Euro verdient.

Nach der Coronakrise will Konzernchef Michael O’Leary aber wieder durchstarten. Im übernächsten Geschäftsjahr soll bei der Zahl der Fluggäste wieder das Vorkrisenniveau erreicht werden. Bis zum Geschäftsjahr 2026 soll die Zahl der jährlichen Fluggäste auf 200 Millionen wachsen. Erst im Dezember hatte der Konzern die Bestellungen für die Boeing 737 Max um 75 auf 210 Stück aufgestockt.

 

APA/Red.

 

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