Neue Struktur für steirische Tourismusverbände

Statt derzeit 96 steirischen Tourismusverbänden soll es künftig nur noch elf geben.
© Pixabay

In Zukunft wird es elf Erlebnisregionen geben: Ausseerland-Salzkammergut, Schladming-Dachstein, Gesäuse, Murau, Murtal, Erzberg-Leoben, Hochsteiermark, Oststeiermark, Region Graz, Südsteiermark sowie das Thermen- und Vulkanland

Die Strukturen beim steirischen Tourismus sollen laut Landesrätin Barbara Eibinger-Miedl (ÖVP) umgekrempelt werden: Sie will aus den bisher 96 Verbänden elf „Erlebnisregionen“ mit jeweils nur noch einem Verband machen. Die gestrafften Strukturen sollen mehr Effizienz und besseres Marketing bringen. Der Entwurf für das entsprechende Gesetz wird am Dienstag vorgelegt. Die Begutachtungsfrist läuft bis 27. November. In Kraft treten soll die neue Struktur mit Oktober 2021.

Die Landesrätin sprach von „extrem schwierigen Ausblicken“, will aber dennoch gerade jetzt die Weichenstellungen für die neuen Strukturen schaffen. Zuerst habe man die bisherigen Rahmenbedingungen erfasst und dabei eine „extrem inhomogene Struktur“ festgestellt, so Eibinger-Miedl am Montag. 220 der insgesamt 286 steirischen Gemeinden sind Tourismusgemeinden. Sie gliedern sich in 96 Verbände. Von diesen wiederum seien 60 Einzelverbände, sprich von nur einer Gemeinde. Alle 96 Verbände sind in neun Regionalverbände eingebettet.

Strukturen zu „kleinteilig“

Für Eibinger-Miedl und auch Arnold Oberacher von der Tourismusberatungsfirma Conos seien die bisherigen Strukturen zu kleinteilig und die Herangehensweisen der Verbände sehr unterschiedlich. Die fünf kleinsten Verbände beispielsweise hätten zusammen pro Jahr ein Budget von gerade einmal 23.000 Euro. Die Steiermark sei in den vergangenen Jahren laut Oberacher zwar in der Oberliga der Tourismusdestinationen angekommen, doch die Spitze arbeite schon mit besseren Strukturen.

„In Zukunft wird es elf Erlebnisregionen geben: Ausseerland-Salzkammergut, Schladming-Dachstein, Gesäuse, Murau, Murtal, Erzberg-Leoben, Hochsteiermark, Oststeiermark, Region Graz, Südsteiermark sowie das Thermen- und Vulkanland“, schilderte die Landesrätin. Die Verbände haben zusammen jeweils rund 200.000 Nächtigungen und sollen ein Budget von etwa einer Mio. Euro pro Jahr verwalten. Es entstünden vergleichbare Regionen und Strukturen „mit mehr Schlagkraft nach außen hin und klare Positionierungen“.

APA/red

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