Straße aus Gold soll Touristen nach Dubai ziehen

Dubai kündigt die „Gold Street“ als spektakulären Straßenabschnitt aus echten Goldelementen an, Details zu Kosten und Fertigstellung bleiben jedoch offen.

29.01.2026 15:25
red04
© Adobe Stock
Der Gold District soll mehr als 1.000 Geschäfte aus den Bereichen Gold, Schmuck, Parfüm, Kosmetik und Lifestyle beherbergen.

Dubai setzt erneut auf spektakuläre Projekte, um Touristen und Investoren anzulocken: Die Stadt plant den Bau einer Gold Street, eines Straßenabschnitts, der unter Verwendung von echten Goldelementen gestaltet werden soll. Die Straße ist Teil des neuen Dubai Gold District, der zum Zentrum für Handel, Luxus und Tourismus rund um Gold und Schmuck werden soll.

„Gold Street“ als Herzstück

Anfang der Woche stellte das Dubai Media Office gemeinsam mit Vertretern der Stadtplanung den neuen Gold District vor. Der geplante Straßenabschnitt soll ein visuelles Highlight des Viertels werden. Konkrete Details, wie das Gold genau eingesetzt werden soll, oder ein offizielles Eröffnungsdatum wurden bisher nicht bekanntgegeben. Der Gold District selbst soll mehr als 1.000 Geschäfte aus den Bereichen Gold, Schmuck, Parfüm, Kosmetik und Lifestyle beherbergen. Ergänzend entstehen mehrere Hotels mit über 1.000 Zimmern, die sowohl Touristen als auch Geschäftskunden aufnehmen sollen. Ziel ist es, den Stadtteil zu einem internationalen Knotenpunkt für Handel und Luxus zu machen.

Globaler Gold-Handelspunkt

Dubai ist seit Jahren ein wichtiger Handelspunkt für Edelmetalle. Nach offiziellen Angaben exportierten die Vereinigten Arabischen Emirate 2024/25 physisches Gold im Wert von rund 53,41 Milliarden US-Dollar. Die Stadt gilt damit als einer der weltweit größten Umschlagplätze für Gold. Vertreter des Projekts betonen, dass die Gold Street und der neue Stadtteil die wirtschaftliche Position Dubais stärken sollen. Gold sei eng mit der Handelsgeschichte der Stadt verbunden und stehe zugleich symbolisch für Wohlstand und unternehmerische Dynamik.

Offene Fragen bleiben

Trotz der spektakulären Ankündigung bleiben viele Fragen offen: In welchem Umfang wird das Gold tatsächlich im Straßenbelag verwendet? Wie werden technische und sicherheitsrelevante Herausforderungen gelöst? Offizielle Angaben zu Kosten oder Fertigstellungsterminen gibt es bisher nicht. Der praktische Nutzen eines Straßenabschnitts aus Gold bleibt vorerst ebenso fraglich wie die langfristige Wirkung auf Tourismus und Handel.

(red)

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