Streiks bei Deutscher Bahn rücken näher

Lokführergewerkschaft GDL kampfbereit
© Pixabay

Die Deutsche Bahn sieht sich mit Arbeiter-Streiks konfrontiert.

Im Tarifkonflikt zwischen der Deutschen Bahn und der Lokführergewerkschaft GDL rücken Streiks näher. Am Dienstag lehnte GDL-Chef Claus Weselsky das Tarifangebot des deutschen Staatskonzerns ab. „ Die Wahrscheinlichkeit, dass wir dieses Angebot annehmen, liegt bei null“, sagte Weselsky. Außerdem wolle man über das Angebot auch nicht verhandeln.

Schriftliche Antwort bis Pfingstmontag

Die Gewerkschaft wolle der Bahn bis Pfingstmontag eine schriftliche Antwort geben. Laut der Gewerkschaft wäre durch dieses Angebot die Wahrscheinlichkeit von Arbeitskämpfen gestiegen. Die Deutsche Bahn hatte am Montag eine Tariferhöhung von 1,5 Prozent für eine Laufzeit ab Anfang 2022 bis Ende Februar 2023 vorgeschlagen. Heuer soll es kein Lohnplus geben. Dies entspricht ungefähr dem Abschluss, den Bahn und die größere Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) vereinbart hatten. Seitens der GDL hatte man allerdings 4,8 Prozent gefordert sowie eine Corona-Einmalzahlung von 1.300 Euro. Zusätzlich erschwert wird die Tarifrunde dadurch, dass sowohl EVG als auch GDL den Anspruch erheben für fast alle 185.000 Beschäftigten in Deutschland beim Schienenpersonal zu verhandeln. Die Deutsche Bahn sieht sich aber gezwungen, das Tarifeinheitsgesetz anzuwenden. Danach gilt ein Tarifvertrag nur dort, wo die jeweilige Gewerkschaft die Mehrheit hat. Dies ist laut der Bahn nur in einem kleinen Teil der Einzelbetriebe des Konzern der Fall. Die GDL bestreitet das und geht juristisch gegen diese Einschätzung vor.

APA/red

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