Tarifverhandlungen bei der Deutschen Bahn gescheitert

Unbefristeter Streik droht
©Pixabay

Bei der Deutschen Bahn droht in den kommenden Tagen und Wochen ein unbefristeter Streik. Die Tarifverhandlungen des bundeseigenen Konzerns mit der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) sind gescheitert. “Vor dem Hintergrund der seinerzeit in Fulda beschlossenen Forderungen wurde insbesondere die Laufzeit von 27 Monaten als deutlich zu lang sowie die angebotene Lohnerhöhung als zu niedrig und zu spĂ€t bewertet”, teilte die Gewerkschaft Mittwochabend in Berlin mit.

Der Bundesvorstand der EVG werde am Donnerstag in Berlin das weitere Vorgehen beschließen, hieß es. Außer unbefristeten Streiks ist auch ein Schlichtungsverfahren denkbar. Dabei wĂŒrden einer oder mehrere Schlichter versuchen, zwischen den streitenden Tarifparteien zu vermitteln. Ein Schlichtungsverfahren ebnete vor einigen Wochen auch den Weg zu einer Lösung im Tarifstreit des öffentlichen Dienstes.

Die EVG verhandelt seit Ende Februar mit Dutzenden Eisenbahn-Unternehmen ĂŒber höhere Löhne und GehĂ€lter fĂŒr insgesamt rund 230.000 BeschĂ€ftigte. Der Fokus lag dabei auf den Verhandlungen mit der Deutschen Bahn (DB), dort arbeiten gut 180.000 dieser BeschĂ€ftigten.

Am Dienstag hatte die EVG eine Einigung mit der Transdev-Gruppe verkĂŒndet, zu der Unternehmen wie die Bayerische Regiobahn, die Nordwestbahn oder Transdev Hannover gehören. Auch andere private Bahnunternehmen seien bereit, auf etwa diesem Niveau abzuschließen, teilte die Gewerkschaft mit, und bezeichnete den Abschluss als Maßstab auch fĂŒr die Verhandlungen mit der DB.

Die Gewerkschaft war ursprĂŒnglich mit der Forderung nach 650 Euro mehr pro Monat fĂŒr alle BeschĂ€ftigte bei einer Laufzeit des Tarifvertrags von zwölf Monaten in die Tarifverhandlungen gegangen. Die Bahn hatte Ende Mai bei einer Laufzeit von zwei Jahren zwölf Prozent mehr in mehreren Stufen bei den unteren Lohngruppen in Aussicht gestellt.

Insgesamt zehn Prozent mehr sollten die mittleren Gruppen bekommen und acht Prozent die oberen. Die erste Erhöhungsstufe sollte demnach noch in diesem Jahr anstehen. Angedacht war zudem eine InflationsausgleichsprÀmie in mehreren Zahlungen von insgesamt 2.850 Euro, die steuer- und abgabenfrei ausfÀllt.

APA/Red.

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