Tirols Tourismus am Scheideweg?

Unter dieser Frage hat der Businessclub Club Tirol eine virtuelle Podiumsdiskussion mit 100 Teilnehmern veranstaltet.
© Club Tirol

100 Teilnehmer der Tourismusbranche und der Presse waren vertreten.

Tirols Tourismus erlebte die letzten Jahre einen stetigen Aufschwung. Highlight war das Rekordjahr 2019 mit knapp 50 Mio. Nächtigungen. Durch die Coronapandemie wurde der Branche ein mächtiger Dämpfer versetzt. Wie es nun weitergehen soll wurde in der Diskussionsrunde besprochen. Am Podium waren Hubert Siller, Fachhochschul-Professor und langjähriger Leiter des Departments Tourismus- und Freizeitwirtschaft am Management Center Innsbruck (MCI), Thomas Reisenzahn, Geschäftsführer der Prodinger Tourismusberatung sowie langjähriger Geschäftsführer Österreichischen Hotelvereinigung, Stanglwirt-Hotelierin Elisabeth Hauser-Benz sowie Josef Schirgi, Geschäftsführer der Tourismusregion Serfaus-Fiss-Ladis und Obmann des Bundesverbandes Österreichischen Tourismusmanager (Landesgruppe Tirol). Die Moderation des Abends übernahm Club Tirol Vizepräsidentin Renate Danler.

Fachkräfte wandern ab

In Tirol wurde bisher jeder vierte Arbeitsplatz durch den Tourismus geschaffen. 2019 wurden rund 10 Milliarden Euro durch den Tourismus eingenommen. Dieses Geld fehle jetzt natürlich. Laut Reisenzahn sind die großen Verlierer der Krise kleine Privatzimmervermieter sowie die großen Betriebe. Für sie sei es schwer die Betriebe noch finanzieren zu können. Auch die Familienbetriebe treffe es hart. Angesichts der unsicheren Lage weigern sich viele Junge die Betriebe zu übernehmen. Man könne schon jetzt beobachten, dass ca. 20 Prozent der Fachkräfte die Branche verlassen. Die Zukunft des Tiroler Tourismus sehe Reisenzahn darin mehr Gäste für längere Aufenthalte zu gewinnen.

Stanglwirt-Hotelierin zeigt sich optimistisch

Elisabeth Hauser-Benz konnte trotz der Krise noch 230 Mitarbeiter in ihrem Betrieb in Kurzarbeit halten, 30 Mitarbeiter sind für die laufenden notwendigen Arbeiten im Betrieb angestellt. Während dem „Corona-Stillstand“ habe man in den Bestand investiert. Hauser-Benz war bemüht darum ihr Personal zu halten, da es in der Zukunft schwieriger werde gute Arbeitskräfte zu finden. Durch diese Investition in ihr Personal könne sie für hohe Qualität garantieren und so an die Erfolge der Vergangenheit anknöpfen.

PA/red

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