Tourismus Wintersaison – ein Totalausfall

Wifo- Ökonomen rechnen mit einer Halbierung der Gesamtjahresumsätze verglichen mit 2019.
© Pixabay

Starke Einbußen im Wintertourismus in ganz Österreich.

Die ersten vier Monate der laufenden Tourismus-Wintersaison – November bis Februar – haben eine verehrende Auswirkung auf das Gesamtergebnis. Besonders Wien und die Westlichen Bundesländer haben unter den mit dem Lockdown verbundenen Einbußen gelitten. Da Beherbergungs- und Gastronomiebetriebe nur für Geschäftsreisende geöffnet werden durften, gingen die Gästeankünfte im Jahresabstand um 95,1 Prozent zurück. Einer Schätzung des Wirtschaftsforschungsinstitut zufolge brachen die Nächtigungen und Einnahmen um knapp über 93 Prozent ein. In absoluten Zahlen gezählt konnte man rund 0,7 Mio. Ankünfte und 3,5 Mio. Nächtigungen verbuchen. Somit beliefen sich die Umsätze des Gesamtreiseverkehrs auf geschätzte 0,76 Mrd. Euro.

Einbußen auch in Oberösterreich und dem Burgenland

Hier konnten ein Viertel bzw. ein Fünftel der Vorjahresnächtigungen bzw. des Vorjahresumsatzes erzielt werden. Das Ergebnis im wichtigsten Monat Februar, brachte einen 96- prozentigen Rückgang bei den Ankünften und einen 95,5- prozentigen Rückgang bei den Nächtigungen. Das Wifo rechnet frühestens Mitte Mai mit einer Wiedereröffnung der Beherbergungsbetriebe. Auch wenn dies Eintritt, muss man mit Nächtigungseinbußen von rund einem Fünftel rechnen.

Wien muss mit stärksten Einbußen rechnen

Hier könnten die Nächtigungen, aufs Gesamtjahr betrachtet, um 58 Prozent fallen. Salzburg, Tirol und Vorarlberg haben mit einem Minus von 55 Prozent zu rechnen. Alle anderen Regionen Österreichs müssen sich auf eine Lücke von rund einem Drittel einstellen und das nur, wenn man die Pandemie bis zu Beginn der Sommersaison eingedämmt hat. Wifo-Tourismusexperte Oliver Fritz rechne aufgrund dieser Faktoren mit einer Pleitewelle der Beherbergungs- und Gastronomiebetriebe in den kommenden Jahren.

APA/red

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