Unentspannte Situation bei Kärntner Tourismusbetrieben

WK-Umfrage unter Kärntens Gastronomen und Hoteliers zeigt existenzielle Bedrohung bei drei von vier Betrieben.
© WKO

WKO-Umfrage zeigt besorgte Kärntner Gastronomie- und Hotelleriebetriebe.

Wie schwierig die Situation der heimischen Gastronomie- und Hotelleriebetriebe ist, zeigt eine Umfrage der WK-Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft. „Die Stimmung im Kärntner Tourismus ist endgültig am Tiefpunkt angelangt. Ohne schneller und unbürokratischer Hilfe werden viele Betriebe nach diesem Lockdown nicht mehr öffnen können.“, so Spartenobmann Josef Petritsch.

Die Umfrage wurde an 4340 Kärntner Gastronomie- und Hotelleriebetriebe per E-Mail versandt und innerhalb von 48 Stunden haben 762 daran teilgenommen.

Die Sorgen spiegeln sich in den Ergebnissen wider

Bezüglich „Eintrittstesten“ herrscht großes Bedenken wegen mangelnder Testkapazitäten. 66,7 Prozent geben an, dass das Land Kärnten nicht ausreichend kostenlose Testkapazitäten zur Verfügung stellt.

77,4 Prozent der Befragten befürchten, ihren Betrieb für immer schließen zu müssen. Sie geben an, dass ihr Betrieb durch Weiterführung des Lockdowns in seiner betriebswirtschaftlichen Existenz gefährdet ist.

66 Prozent der Befragten haben den Eindruck, dass derzeit nicht ausreichend qualifizierte Mitarbeiter am Arbeitsmarkt verfügbar sind.

Skepsis macht sich auch bei dem Thema Gastgärten breit, denn 95,2 Prozent müssten neue finanzielle Investitionen tätigen, um ihren Gastgarten witterungsfest zu machen.

Die Hilfsmaßnahmen der Bundesregierung werden grundsätzlich gut in Anspruch genommen. 89,9 Prozent der Befragten geben an, dass sie Hilfsmittel beantragt und erhalten haben. Am häufigsten ausbezahlt und am stärksten nachgefragt wurden bisher Umsatzersatz, Fixkostenzuschuss I und Härtefallfonds.

 

PA/red

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