Venedig hofft auf Rückkehr der Gäste

Jetzt Eintrittsgelder für Tagesgäste einzuführen, wäre undenkbar.
© Pixabay

Urlauber sind aktuell aus Venedig wegen der Corona-Krise völlig verschwunden

Wegen der Coronavirus-Epidemie sind die Touristen aus Venedig verschwunden. Die Lagunenstadt hat daher beschlossen, die ursprünglich am 1. Juli geplante Einführung eines Eintrittsgelds für Tagestouristen um ein Jahr zu verschieben. „Es ist undenkbar, jetzt diese Steuer einzuführen“, sagte der Bürgermeister von Venedig, Luigi Brugnaro, nach Medienangaben.

Die Stadt hoffe nach Ende des Coronavirus-Notstands vielmehr auf die Rückkehr die Gäste. „Das Konzept, die Zahl der Besucher einzugrenzen und somit die Qualität des Tourismus zu erhalten, bleibt jedoch aufrecht“, hält der Bürgermeister fest.

Venedig erlebt aktuell eine ganz besondere Zeit. Keine Schiffe sind mehr unterwegs, die die Sedimente am Boden aufwirbeln, wodurch sich das Wasser der Kanäle eintrübte. Die Luft ist reiner geworden, denn keine Kreuzfahrtschiffe verkehren mehr direkt neben dem Markusplatz. Nach dem Hochwasser im November, das die Stadt schwer verwüstet hatte, und der Ausgangssperre infolge der Coronavirus-Epidemie sind Urlauber aus der Lagunenstadt verschwunden. Fast alle Hotels mussten schließen. Brugnaro forderte Hilfsmaßnahmen für die Stadt, die komplett auf Fremdenverkehr angewiesen sei.

Zum Vergleich: Zu Spitzenzeiten waren 2019 bis zu 130.000 Touristen täglich in Venedig unterwegs. Mit dem Eintrittsgeld für Tagestouristen wollte die Stadt ihre Besucherströme besser regeln.

APA/red (VzH)

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