WM-Anstoßzeiten bremsen Gastronomie-Chancen
Vor allem Sportsbars und urbane Lokale könnten von der Fußball-WM mit österreichischer Beteiligung profitieren.
Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 sorgt in Österreich für Vorfreude, stellt die Gastronomie aufgrund der Zeitverschiebung zu den Austragungsorten in Nordamerika jedoch vor Herausforderungen. Laut WKÖ-Gastrospartenobmann Alois Rainer liegen viele Anpfiffzeiten außerhalb der hierzulande üblichen Gastronomiezeiten.
Dennoch sieht Rainer Chancen für bestimmte Betriebe. Insbesondere Sportsbars sowie Lokale in Städten könnten von der erhöhten Fußballbegeisterung profitieren und zusätzliche Gäste anziehen. Klassische Gasthäuser hingegen, die bislang keine Sportübertragungen angeboten haben, werden ihr Konzept voraussichtlich auch während der WM nicht ändern.
Eine Öffnung in den frühen Morgenstunden für Gruppenspiele sei für viele Betriebe weder wirtschaftlich noch personell sinnvoll. Sollte die österreichische Nationalmannschaft jedoch weit im Turnier kommen, spricht sich Rainer für rasche und unbürokratische Entscheidungen bei möglichen Ausnahmen von den geltenden Sperrstundenregelungen aus.
Zudem verweist der Branchenvertreter auf die steigenden Kosten für Sportübertragungen. Während früher viele Bewerbe über einen einzigen Anbieter empfangbar waren, sind heute oft mehrere TV-Pakete erforderlich. Das erschwere es insbesondere kleineren Gastronomiebetrieben, regelmäßig Live-Sport anzubieten.
APA/Red.