EasyJet erwartet höheren Verlust

Der Billigflieger EasyJet rechnet infolge steigender Kerosinpreise und einer schwächeren Nachfrage mit einem deutlich höheren Halbjahresverlust.

16.04.2026 12:45
red04
© Adobe

Die Fluggesellschaft EasyJet erwartet im laufenden Geschäftshalbjahr einen deutlich höheren Verlust als im Vorjahr. Grund dafür sind vor allem gestiegene Treibstoffkosten sowie eine insgesamt gedämpfte Nachfrage.

Nach Unternehmensangaben wird ein Vorsteuerverlust zwischen 540 und 560 Millionen Pfund prognostiziert. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres lag das Minus noch bei 394 Millionen Pfund.

Als Auslöser der Entwicklung nennt das Unternehmen unter anderem die geopolitische Lage im Zusammenhang mit dem Konflikt im Nahen Osten. Diese habe sowohl die Treibstoffpreise als auch das Buchungsverhalten der Kundinnen und Kunden beeinflusst. Bestimmte Reiseziele würden derzeit weniger nachgefragt, während Kurzstrecken und Reisen in den westlichen Mittelmeerraum stabiler gebucht würden.

Zudem wird berichtet, dass sich Passagiere bei Buchungen verstärkt kurzfristig entscheiden. Die weitere Entwicklung der Sommernachfrage hänge laut Unternehmensführung von der weiteren Situation in der Region ab.

Auch die stark gestiegenen Kerosinpreise belasten die Kostenstruktur der Airline, obwohl ein großer Teil der Treibstoffmengen abgesichert ist. Zusätzliche Ausgaben entstehen durch Preisrisiken sowie höhere Rückstellungen. Sollte das Preisniveau dauerhaft hoch bleiben, könnten laut Unternehmensangaben branchenweit steigende Ticketpreise folgen.

APA/Red.

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