20 Runden

Mit einer sofortigen Lohnerhöhung um acht Prozent für alle AUA-Piloten sowie die rund 2.500 Flugbegleiter und einer weiteren Erhöhung der Gehälter 2025 bzw. 2026 ging der wohl härteste Arbeitskampf der jüngsten Geschichte zu Ende. Über die Hintergründe. Plus: Ein Gastkommentar vom Obmann der Berufsgruppe Luftfahrt in der WKO, Dr. Günther Ofner, der so nebenbei auch Vorstand des Vienna Airport ist.
© Austrian Airlines

Die Bezüge der etwa 2.500 Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter sowie der 1.000 Piloten sollen bis 2026 schrittweise um rund 20 Prozent angehoben werden.

Eine der wohl längsten und mit oftmals mit harten Bandagen geführten Lohnverhandlungen der jüngeren Vergangenheit haben endlich zu einem befriedigenden Ergebnis für beide Seiten geführt. Monatelang hatten sich die vida und die Austrian Airlines ein erbittertes Tauziehen um die Entlohnung des fliegenden Personals geliefert. Management und Gewerkschaft haben sich nach mehr als 20 Verhandlungsrunden nun auf einen neuen Kollektivvertrag für die rund 1.000 Pilotinnen und Piloten und die 2.500 Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter verständigen können. Ein Streik sowie mehrere Betriebsversammlungen hatten im Frühjahr zu hunderten Flugausfällen geführt und einen Millionenschaden verursacht. Die Gewerkschaft vida und das Flugunternehmen haben sich also schlussendlich nach den zähen Verhandlungen auf eine Lohnerhöhung für das Bordpersonal der AUA geeignet. Laut einer Aussendung der Gewerkschaft sollen die Bezüge der Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter sowie der Piloten bis 2026 schrittweise um rund 20 Prozent angehoben werden. Die Gehälter der Kopilotinnen und Kopiloten steigen um weitere elf Prozent. Neben den finanziellen Verbesserungen verwies die Gewerkschaft auf eine Reduzierung der Arbeitsbelastung und eine verbesserte Absicherung bei Verlust der Fluglizenz aus medizinischen Gründen. Dies war ebenfalls eine lang gehegte Forderung der AUA-Piloten. Neben den Gehaltssteigerungen wurde auch eine sogenannte „Friedenspflicht“ vereinbart. Das heißt, während der Laufzeit des Kollektivvertrags bis Ende 2026 dürfen keine weiteren Betriebsstörungen in Form von Streiks stattfinden.

„Diese Verhandlungslösung bedeutet für das Bordpersonal der AUA eine deutliche Erhöhung der Gehälter über der Inflationsrate“, sagte dazu Daniel Liebhart, Vorsitzender des Fachbereichs Luftfahrt in der vida. (Die Inflation über die gesamte Laufzeit wird entsprechend der tatsächlichen Höhe ausgeglichen, Anm. der Redaktion). Dass die Anhebung über drei Jahre gestaffelt erfolgen soll, gebe andererseits dem Unternehmen Planungssicherheit.  Die Gewerkschaft forderte bekanntlich Gehaltserhöhungen oberhalb der Inflationsrate, während das Angebot der AUA Gehaltserhöhungen von bis zu 28 Prozent für Kopiloten und 18 Prozent für sonstiges Personal über zwei Jahre vorsah…

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