Erstes Rückholflugzeug aus Oman in Wien gelandet
Trotz eingeschränkter Lufträume gelang die Rückholung der ersten 151 österreichischen Staatsbürger aus der Krisenregion im Nahen Osten.
Nach der Eskalation der Sicherheitslage im Nahen Osten hat Österreich mit einer großangelegten Rückholaktion für Staatsbürger begonnen. Ein erstes Flugzeug mit 151 Passagieren ist am gestrigen Mittwochabend am Flughafen Wien‑Schwechat gelandet. Weitere Flüge zur Evakuierung aus der Krisenregion sind geplant.
Erstes Flugzeug aus Maskat gelandet
Das erste organisierte Rückholflugzeug startete am Mittwochnachmittag in Maskat im Oman und legte eine Zwischenlandung in Kairo ein, bevor es am Abend in Wien eintraf. An Bord befanden sich 151 Menschen, darunter auch Staatsbürger aus anderen europäischen Ländern. Vor dem Abflug wurden österreichische Staatsbürger aus den Vereinigten Arabischen Emiraten und anderen Staaten der Region mit Bussen nach Maskat gebracht. Die Organisation erfolgte kurzfristig, wodurch es zu Verzögerungen bei Genehmigungen und beim Abflug kam. Viele der Rückkehrer waren laut Berichten mehr als einen Tag unterwegs.
Weitere Evakuierungsflüge geplant
Das österreichische Außenministerium plant zusätzliche Rückholflüge. Für die folgenden Tage wurden Charterverbindungen organisiert, unter anderem aus Maskat im Oman und aus Riad in Saudi-Arabien. Die Flüge sollen mehrere hundert weitere Personen nach Österreich bringen. Die Durchführung ist jedoch von der Sicherheitslage und von Flugfreigaben abhängig. In der Region kommt es immer wieder zu Luftraumsperren, wodurch der Flugverkehr stark eingeschränkt ist. Gleichzeitig versuchen viele europäische Staaten, ihre Bürger aus der Region auszufliegen, wodurch die verfügbaren Start- und Landerechte knapp sind.
Tausende Österreicher in Region
Nach Angaben des Außenministeriums halten sich derzeit rund 18.000 österreichische Staatsbürger in der betroffenen Region auf. Darunter befinden sich sowohl dauerhaft dort lebende Personen als auch Geschäftsreisende und Urlauber. Allein in den Vereinigten Arabischen Emiraten sind über 1.000 Reisende registriert. Das Ministerium steht mit den registrierten Personen in Kontakt und organisiert sowohl Flugverbindungen als auch Landtransporte zu Flughäfen in sichereren Ländern. Unterstützt wird der Einsatz vor Ort von Mitarbeitern des Bundesheeres und des Innenministeriums.
Luftverkehr stark eingeschränkt
Die Rückholaktion findet vor dem Hintergrund einer angespannten Sicherheitslage statt. In großen Teilen des Nahen Ostens sind Lufträume gesperrt oder nur eingeschränkt nutzbar, weshalb zahlreiche zivile Flüge gestrichen wurden. Viele Reisende aus Europa sitzen deshalb derzeit in der Region fest. Die österreichische Regierung appelliert daher an Staatsbürger, sofern möglich kommerzielle Flüge zu nutzen. Gleichzeitig kündigte das Außenministerium an, weitere Charterflüge zu organisieren, solange dies notwendig ist, um Ausreisewillige aus der Krisenregion nach Österreich zurückzubringen.
(red)