CulturBrauer bekommen neuen Vorsitzenden

Niki Riegler übernimmt die Führung der CulturBrauer, um die Interessen unabhängiger Privatbrauereien zu vertreten.

09.03.2026 15:11
red04
© Daniel Waschnig / Privatbrauerei Hirt

Niki Riegler, Eigentümer und Geschäftsführer der Privatbrauerei Hirt, hat den Vorsitz der CulturBrauer übernommen. Der Kärntner Unternehmer folgt auf Paul Steininger und ist ab sofort Sprecher der Vereinigung österreichischer Privatbrauereien. Der Wechsel erfolgte planmäßig beim jüngsten Treffen der CulturBrauer Ende Februar in Freistadt in Oberösterreich. Die CulturBrauer sind ein Zusammenschluss von acht Familien- und Traditionsbrauereien aus Österreich. Die Mitglieder verfolgen das gemeinsame Ziel, die heimische Bierkultur zu erhalten und weiterzuentwickeln sowie die Interessen unabhängiger Braubetriebe zu vertreten.

Plattform für Zusammenarbeit seit 2008

Die Privatbrauerei Hirt gehört zu den Gründungsmitgliedern der Initiative. Gemeinsam mit sieben weiteren unabhängigen Brauereien rief sie die CulturBrauer im Jahr 2008 ins Leben. Von Beginn an sollte eine Plattform entstehen, die Austausch, Kooperation und gemeinsames Auftreten ermöglicht. Seitdem bündeln die Mitgliedsbetriebe ihre Kompetenzen, entwickeln gemeinsame Projekte und positionieren sich als Vertreter der österreichischen Privatbrauereien. Dabei stehen Themen wie regionale Wertschöpfung, handwerkliche Braukunst und die Vielfalt traditioneller Bierspezialitäten im Mittelpunkt.

Zeit als Qualitätsfaktor

Mit der Übernahme des Vorsitzes verbindet Riegler ein Leitmotiv, das auch die Philosophie der Privatbrauerei Hirt prägt: „Die Zeit nehm ich mir“. In einer Branche, die zunehmend von wirtschaftlichem Druck und kurzfristigen Kennzahlen geprägt sei, setze die Vereinigung bewusst auf langfristige Perspektiven. Zeit spiele vor allem im Brauprozess eine entscheidende Rolle. Sie ermögliche die Entwicklung charakterstarker Biere, die ihre regionale Herkunft und individuelle Brauart im Geschmack widerspiegeln. Auch im Austausch mit Partnern und Kunden solle bewusst Raum für Dialog bleiben.

Unabhängigkeit als gemeinsamer Nenner

Für die Privatbrauerei Hirt, deren Geschichte mehr als 755 Jahre zurückreicht, ist die Mitarbeit bei den CulturBrauern Teil der eigenen Unternehmensidentität. Als Gründungsmitglied des Vereins der Unabhängigen Privatbrauereien Österreichs versteht sich der Betrieb als Vertreter einer unabhängigen Braukultur. Die Mitgliedsbetriebe der CulturBrauer verbindet die Überzeugung, dass Qualität und Vielfalt vor allem dort entstehen, wo Brauereien unabhängig von großen Konzernstrukturen arbeiten können.

(PA/red)

Anzeige
Anzeige
Beitrag teilen

Das könnte Sie auch interessieren

Weitere Themen