Nahost-Tourismus mit täglichen Millionenverlusten

Wegen des Kriegs im Iran bleiben viele internationale Reisende aus, was für Tourismus und Luftfahrt in der Region deutliche Folgen hat.

12.03.2026 9:38
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Schon kurzfristige Unterbrechungen im Reiseverkehr können nach Einschätzung der Branche erhebliche Folgen haben.

Der Krieg im Iran hat spürbare Auswirkungen auf den internationalen Reiseverkehr im Nahen Osten. Nach Schätzungen des in London ansässigen World Travel & Tourism Council (WTTC) entgehen der regionalen Wirtschaft derzeit täglich rund 600 Millionen US-Dollar (etwa 520 Millionen Euro), weil Reisende ausbleiben. Grund dafür sind vor allem Einschränkungen im Luftverkehr. Mehrere zentrale Drehkreuze der Region sind seit Beginn des Konflikts nur eingeschränkt nutzbar oder zeitweise geschlossen.

Zentrale Flughäfen stark eingeschränkt

Normalerweise gehören Flughäfen in wichtigen Golfmetropolen zu den meistgenutzten Knotenpunkten für den internationalen Flugverkehr. Dazu zählen unter anderem die Airports in Dubai, Abu Dhabi, Doha und Manama. Nach Angaben des WTTC werden über diese Flughäfen im Normalfall täglich rund 526.000 Passagiere abgefertigt. Seit dem Beginn der Kampfhandlungen vor knapp zwei Wochen ist der Betrieb dort jedoch stark eingeschränkt.

Prognosen deutlich unter Druck

Die Schätzung der entgangenen Einnahmen basiert auf einer Prognose des WTTC für das laufende Jahr. Vor Ausbruch des aktuellen Konflikts ging der Verband davon aus, dass internationale Besucher im Nahen Osten 2026 insgesamt rund 207 Milliarden US-Dollar ausgeben würden. Schon kurzfristige Unterbrechungen im Reiseverkehr können nach Einschätzung der Branche erhebliche Folgen haben. Hotels, Reiseanbieter sowie zahlreiche lokale Unternehmen sind in vielen Destinationen stark auf die Ausgaben internationaler Gäste angewiesen.

Auswirkungen auf Fluggesellschaften

Wie hoch die tatsächlichen wirtschaftlichen Verluste in den betroffenen Ländern ausfallen, lässt sich derzeit noch nicht genau beziffern. Selbst grobe Berechnungen enthalten viele Unsicherheiten. Unbestritten ist jedoch, dass die Situation erhebliche Auswirkungen auf die Luftfahrt und den Tourismus in der Region hat. Zu den betroffenen Fluggesellschaften zählen unter anderem Emirates, Etihad Airways und Qatar Airways, die zu den wichtigsten internationalen Airlines im Nahen Osten gehören.

(APA/red)

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