Streiks drohen im Luftverkehr

Gewerkschaften erhöhen den Druck auf Arbeitgeber – Einigungen bleiben vorerst offen.

17.03.2026 9:53
red04
©Pixabay

Bei der Eurowings, einer Tochter der Lufthansa, könnten bald Pilotenstreiks stattfinden. In einer Abstimmung der Gewerkschaft Vereinigung Cockpit sprachen sich 94 Prozent der Teilnehmenden dafür aus, notfalls Arbeitskämpfe zu führen. Hintergrund ist ein Konflikt über höhere Arbeitgeberbeiträge zur betrieblichen Altersvorsorge. Die Gewerkschaft sieht die Verhandlungen als gescheitert an, während das Unternehmen weiterhin auf eine Einigung setzt und zusätzliche Kosten aufgrund wirtschaftlicher Lage kritisch beurteilt.

Parallel dazu kommt es am Flughafen Berlin Brandenburg zu erheblichen Einschränkungen: Wegen eines Warnstreiks der Gewerkschaft Verdi wird der reguläre Passagierbetrieb an einem Tag vollständig eingestellt. Betroffen sind hunderte Flüge und zehntausende Reisende, darunter auch Verbindungen der Austrian Airlines.

Verdi fordert für rund 2.000 Beschäftigte des Flughafens unter anderem eine Gehaltserhöhung von sechs Prozent sowie zusätzliche freie Tage. Die Arbeitgeberseite hält das bisherige Angebot der Gewerkschaft für überzogen, während Verdi die Vorschläge der Arbeitgeber als unzureichend kritisiert.

In beiden Fällen zeigen sich die Fronten verhärtet, dennoch sind weitere Verhandlungen angekündigt. Ob es zu längeren Streiks kommt, bleibt vorerst offen.

APA/Red.

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