Silvretta-Hochalpenstraße bis 2030 gesperrt
Nach Felsstürzen wird die Silvretta-Hochalpenstraße umfassend umgebaut, eine Wiedereröffnung ist für Sommer 2030 geplant.
Die Silvretta-Hochalpenstraße zwischen Vorarlberg und Tirol bleibt voraussichtlich bis 2030 für den öffentlichen Verkehr gesperrt. Eigentümer illwerke vkw arbeitet an einem langfristigen Umbau- und Sicherheitskonzept, nachdem in den Jahren 2024 und 2025 mehrere Muren und Felsstürze die Strecke unpassierbar machten.
Die 22 Kilometer lange Straße, deren höchster Punkt die Bielerhöhe auf 2.037 Metern ist, wird traditionell im Winter wegen Lawinen- und Steinschlaggefahr geschlossen. Die neuen Maßnahmen sehen unter anderem Straßenumlegungen, den Bau von Schutzdämmen und weitere Sicherungsmaßnahmen vor. Nach Abschluss der Detailplanung soll das Behördenverfahren im Sommer 2026 starten, der Baubeschluss könnte im März 2027 erfolgen, sodass die Straße nach drei Bausaisonen 2027 bis 2029 voraussichtlich im Sommer 2030 wieder geöffnet wird.
Die Straße ist nicht nur für den Tourismus, sondern auch für den Betrieb der Kraftwerke von illwerke vkw von Bedeutung. Bis 2025 wurden bereits rund acht Millionen Euro in Schutzmaßnahmen wie Dämme und Steinschlagschutznetze investiert. Um die Auswirkungen auf den Tourismus zu mindern, bleibt die Vermuntbahn im Sommer in Betrieb, und von Tirol aus ist die Straße während der Bauarbeiten mautfrei zugänglich.
Bürgermeister Daniel Sandrell betonte, dass die Ankündigung allen Hotel- und Gastronomiebetrieben im Montafon und Paznaun eine klare Perspektive gebe, auch wenn die Situation für die Region insgesamt schwierig bleibe.
APA/Red.