Italo-Zug nach München geplant
Neue Hochgeschwindigkeitsverbindungen sollen Italien über Tirol direkt mit München und später auch weiter nach Norden verbinden.
Die italienische Bahn baut ihr Hochgeschwindigkeitsangebot in Richtung Mitteleuropa aus. Die Tochtergesellschaft Trenitalia testet derzeit neue Verbindungen über den Brenner nach Österreich und Deutschland. Das Projekt wird gemeinsam mit den ÖBB und der Deutsche Bahn umgesetzt.
Geplant sind direkte Verbindungen von Mailand und Rom nach München mit bis zu vier täglichen Fahrten. Die Strecke von Mailand soll etwa sechseinhalb Stunden dauern und über mehrere Städte in Norditalien sowie Innsbruck führen. Für die Verbindung von Rom wird eine Fahrzeit von rund achteinhalb Stunden erwartet.
Zum Einsatz kommen Hochgeschwindigkeitszüge des Typs Frecciarossa 1000. Das Vorhaben ist Teil des Projekts „EuroLink“, das internationale Bahnverbindungen in Europa stärken soll.
Langfristig ist eine Ausweitung über München hinaus geplant: Bis 2028 könnten Verbindungen bis nach Berlin und auch nach Neapel entstehen. Ziel ist es, den Bahnverkehr als umweltfreundliche Alternative zu Flug- und Autoreisen weiter auszubauen. Erste Verbindungen könnten ab Ende 2026 oder Anfang 2027 starten.
APA/Red.