Kartenzahlung wird Standard in Wintertourismus

Immer mehr Gäste begleichen auch kleinere Beträge kontaktlos in Österreichs Restaurants, Skihütten und Hotels.

26.03.2026 10:58
red04
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Trotz steigender Umsätze sinkt der Kartenbon von rund 57,80 Euro auf etwa 50,10 Euro.

Der Einsatz digitaler Zahlungsmethoden im österreichischen Wintertourismus nimmt weiter zu. In der Gastronomie und Hotellerie stieg das kartengestützte Zahlungsvolumen innerhalb von drei Saisonen deutlich: von rund 376 Millionen Euro in der Saison 2023/24 auf knapp 492 Millionen Euro in 2025/26 – ein Plus von etwa 31 Prozent. Parallel dazu wuchs die Zahl der Transaktionen über Global Payments-Terminals von rund 6,5 Millionen auf gut 9,8 Millionen, was einer Steigerung von 51 Prozent entspricht.

Mehr Zahlungen, geringere Beträge

Ein auffälliger Trend zeigt sich beim durchschnittlichen Zahlungsbetrag: Trotz steigender Umsätze sinkt der Kartenbon von rund 57,80 Euro auf etwa 50,10 Euro. Das bedeutet, dass Gäste häufiger auch kleinere Beträge mit Karte begleichen. Für Betriebe eröffnet dies die Möglichkeit, zusätzliche Umsätze zu generieren und Stoßzeiten effizienter zu bewältigen. Besonders stark wächst der Food-Bereich. Restaurants und Fast-Food-Betriebe erhöhten den Kartenumsatz über Global Payments-Terminals von rund 228,4 Millionen auf 344,3 Millionen Euro. Die Anzahl der Transaktionen stieg parallel von 6,1 auf knapp 9,4 Millionen. Die Hotellerie bleibt auf hohem Niveau stabil: Der Umsatz liegt zuletzt bei rund 147,6 Millionen Euro, während die Zahl der Transaktionen leicht rückläufig ist. Gleichzeitig bleibt der Durchschnittsbon mit rund 363 Euro hoch.

Regionale Unterschiede

Ein Blick auf einzelne Wintersportorte zeigt, dass sich die Nutzung digitaler Zahlungen unterschiedlich entwickelt. Sölden bleibt eine der führenden Destinationen mit einem Kartenumsatz von rund 13,9 Millionen Euro und einem durchschnittlichen Zahlungsbetrag von etwa 200 Euro. Obertauern gehört zu den klaren Wachstumstreibern: Der Kartenumsatz stieg auf 7,8 Millionen Euro, die Zahl der Transaktionen auf rund 149.500, ein deutliches Zeichen für die zunehmende Nutzung digitaler Zahlungen im Alltag. In der Kitzbühel-Region, inklusive Reith und Aurach, zeigt sich ebenfalls Dynamik: Der Umsatz liegt bei rund 5,9 Millionen Euro, die Transaktionen steigen auf 66.800, während der durchschnittliche Bon auf rund 88 Euro sinkt, was auf mehr, aber kleinere Zahlungen hinweist. Ischgl hingegen zeigt einen Premium-Trend: Trotz rückläufiger Transaktionen bleibt der Kartenumsatz bei rund 7,6 Millionen Euro, der durchschnittliche Bon steigt jedoch deutlich auf rund 249 Euro, ein Indiz für hochwertige Konsumausgaben pro Gast.

(PA/red)

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