Flüge ab Großbritannien werden teurer
Ab April 2026 steigen die Flugpreise in Großbritannien, besonders bei Langstreckenverbindungen, aufgrund einer Reform der Abflugsteuer.
Flüge, die von Flughäfen in Großbritannien starten, werden ab dem 1. April 2026 deutlich teurer – besonders auf Langstreckenverbindungen. Grund dafür ist eine Reform der britischen Air Passenger Duty (APD), einer staatlichen Steuer auf Flugpassagiere, die Preissteigerungen unterschiedlicher Höhe nach Streckenlänge vorsieht.
Steuererhöhung bei Langstreckenflügen
Die APD gilt als Abflugsteuer und wird abhängig von der Entfernung des Reiseziels festgelegt. Die neue Regelung erhöht die Sätze, vor allem für Langstreckenflüge und für Flüge mit Privatjets. Das bedeutet konkret, dass Passagiere auf Fernstrecken wie etwa nach Australien, Japan oder Mexiko höher belastet werden als bisher. Bei kürzeren Inlands‑ oder Mittelstreckenverbindungen sind die Anpassungen geringer. Experten wiesen in ersten Reaktionen darauf hin, dass dadurch vor allem Fernreisen teurer werden dürften – was sich direkt auf Urlauber wie auch Geschäftsreisende auswirkt. Neben der reinen Flugsteuer haben steigende Betriebskosten im Luftverkehr – etwa aufgrund teurerer Treibstoffpreise – in den vergangenen Monaten zu einem generellen Anstieg der Flugtarife beigetragen. Viele Airlines haben im Zuge globaler Entwicklungen bereits zusätzliche Gebühren oder Treibstoffzuschläge angekündigt.
Auswirkungen auf Reisende
Für Passagiere bedeutet die Reform in erster Linie höhere Reisekosten. Langstreckenflüge ab britischen Flughäfen werden im Ticketpreis tendenziell mehr belastet als Kurz‑ oder Mittelstreckenflüge. Dies könnte zu einer Verschiebung bei Buchungsverhalten und Reisezielen führen, wenn Urlauber und Geschäftsreisende Kosten sparen wollen. Ob sich durch die höheren Steuern auch das Reiseverhalten nachhaltig ändert, bleibt abzuwarten. Andere Faktoren wie volatile Treibstoffpreise, geopolitische Unsicherheiten und Nachfrage nach Fernreisen könnten den Preisdruck auf Tickets weiter erhöhen. Die Reform der Air Passenger Duty markiert einen der aktuellsten Einschnitte im britischen Luftverkehrsmarkt. Sie tritt planmäßig zu Beginn der Sommersaison in Kraft und dürfte die Diskussion über Wettbewerb, Steuerpolitik und Reisekosten in den kommenden Monaten weiter befeuern.
(red)