Neue Regeln für Online-Bewertungen in Italien

Bewertungen müssen echt, zeitnah und nachvollziehbar sein.

10.04.2026 9:13
red04
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In Italien ist ein Gesetz gegen gefälschte Online-Bewertungen in Kraft getreten. Künftig dürfen Rezensionen nur noch von Personen verfasst werden, die eine Dienstleistung oder ein Produkt tatsächlich genutzt haben. Zudem müssen Bewertungen innerhalb von 30 Tagen nach dem Kauf oder der Nutzung veröffentlicht werden.

Die Inhalte sollen sich konkret auf die eigene Erfahrung beziehen und dürfen nicht durch Vorteile wie Rabatte beeinflusst sein. Als besonders glaubwürdig gelten Bewertungen, wenn sie durch Nachweise wie Rechnungen belegt werden können. Nach zwei Jahren verlieren Einträge ihre Gültigkeit.

Gleichzeitig stärkt das Gesetz die Position von Unternehmen: Hotels und Restaurants können unzulässige Bewertungen melden und deren Löschung bei Plattformen beantragen. Vertreter von Verbraucherschutzorganisationen sehen darin einen Schritt zu mehr Transparenz und fairem Wettbewerb.

Online-Bewertungen spielen eine große Rolle bei Kaufentscheidungen. Ein Großteil der Verbraucher informiert sich vor Buchungen oder Käufen über Erfahrungen anderer. Kritisch gesehen wird jedoch die 30-Tage-Frist, da sie nach Ansicht einiger Organisationen zu kurz sein könnte und Nutzer von Bewertungen abhalten könnte.

APA/Red.

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