Italien untersucht Volotea wegen Ticketaufschlägen

Die Wettbewerbsbehörde prüft, ob nachträgliche Gebühren für gestiegene Treibstoffkosten gegen Verbraucherschutzregeln verstoßen.

05.06.2026 10:09
red04
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Die italienische Wettbewerbsbehörde hat Ermittlungen gegen die spanische Billigfluggesellschaft Volotea eingeleitet. Hintergrund ist eine Regelung, die es dem Unternehmen ermöglicht, bereits gebuchte Flugtickets nachträglich mit zusätzlichen Gebühren zu belasten, wenn die Kerosinkosten steigen.

Konkret betrifft dies das Programm „Fair Travel Promise“. Demnach können Passagiere bis zu sieben Tage vor dem Abflug aufgefordert werden, je nach Strecke und Entwicklung der Ölpreise einen Zuschlag von sechs bis 14 Euro pro Person zu bezahlen. Wird die Nachzahlung nicht geleistet, verliert das Ticket seine Gültigkeit. Alternativ bietet die Airline eine kostenlose Umbuchung oder eine Stornierung gegen einen Reisegutschein an.

Die italienischen Behörden prüfen nun, ob diese Praxis Verbraucher irreführt. Kritisiert wird insbesondere, dass der ursprünglich ausgewiesene Ticketpreis nicht den tatsächlichen Endpreis widerspiegeln könnte. Zudem sehen die Ermittler die Gefahr, dass Reisende kurz vor dem Abflug unter Druck geraten, zusätzliche Kosten zu akzeptieren.

Bereits im Frühjahr hatte die spanische Verbraucherorganisation FACUA ein Vorgehen gegen die Regelung gefordert. Eine Stellungnahme von Volotea zu den Vorwürfen lag zunächst nicht vor. Die Untersuchung ist noch nicht abgeschlossen.

APA/Red.
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