Neue Betrugsmasche bei Hotelbuchungen
Cyberkriminelle nutzen echte Hotelbuchungen, um über gefälschte Nachrichten an Kreditkarten- und Bankdaten von Reisenden zu gelangen.
Das Schweizer Bundesamt für Cybersicherheit (BACS) warnt vor einer zunehmenden Betrugswelle im Zusammenhang mit Hotelbuchungen. Besonders betroffen sind Nutzer von Online-Buchungsplattformen, die derzeit vermehrt gefälschte Nachrichten per WhatsApp, E-Mail oder über offizielle Buchungssysteme erhalten.
Nach Angaben der Behörde hat sich die Zahl der gemeldeten Fälle im Mai gegenüber dem Vormonat deutlich erhöht. Die Betrüger greifen dabei auf reale Buchungsdaten zurück und kontaktieren Reisende mit täuschend echt wirkenden Nachrichten. Häufig geben sie sich als Mitarbeitende eines Hotels oder einer Buchungsplattform aus und beziehen sich auf tatsächlich erfolgte Reservierungen.
Eine beliebte Masche ist die angebliche Rückerstattung einer früheren Buchung. Die Empfänger werden aufgefordert, einen Link anzuklicken, um die Auszahlung zu erhalten. Dieser führt jedoch auf gefälschte Webseiten, die bekannten Zahlungs- oder Bankportalen nachempfunden sind. Dort sollen die Opfer ihre Kreditkarten- oder Bankdaten eingeben, die anschließend von den Kriminellen missbraucht werden.
In einer weiteren Variante verschaffen sich Betrüger über gestohlene Zugangsdaten Zugriff auf Hotel-Buchungssysteme. Anschließend kontaktieren sie Gäste direkt und setzen diese unter Druck. Mit dem Hinweis auf eine drohende Stornierung der Reservierung oder eine angeblich notwendige Verifizierung versuchen sie, sensible Zahlungsdaten zu erlangen.
Cybersicherheitsexperten raten deshalb zu besonderer Vorsicht bei unerwarteten Nachrichten zu Buchungen, Rückerstattungen oder Zahlungsbestätigungen. Links in solchen Mitteilungen sollten grundsätzlich nicht geöffnet werden. Stattdessen empfiehlt es sich, Buchungsinformationen ausschließlich über die offizielle App oder Website des jeweiligen Anbieters zu prüfen oder direkt Kontakt mit dem Hotel aufzunehmen.
Wer bereits Kreditkarten- oder Bankdaten auf einer verdächtigen Webseite eingegeben hat, sollte umgehend seine Bank oder den Kartenanbieter informieren und die betroffene Karte sperren lassen. Bei finanziellen Schäden wird zudem eine Anzeige bei der Polizei empfohlen.
APA/Red.
