Tourismusschulen setzen künftig stärker auf Praxis

Mit einem neuen Fach soll die praxisnahe Ausbildung im Tourismus und der Einsatz digitaler Werkzeuge gestärkt werden.

12.06.2026 14:52
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Ein zentrales Element der Reform ist die Einführung des neuen Unterrichtsgegenstands „Touristischer Echtbetrieb“.

Ab dem Schuljahr 2027/28 sollen die Lehrpläne an den Tourismusschulen umfassend überarbeitet werden. Ziel ist eine stärkere Ausrichtung des Unterrichts an den Anforderungen der beruflichen Praxis. Gleichzeitig erhalten die 27 Standorte mehr Gestaltungsspielraum bei Stundentafeln, Unterrichtsinhalten und der Organisation des Unterrichts. Damit soll es künftig besser möglich sein, auf regionale Bedürfnisse der Tourismusbetriebe sowie auf Interessen der Schüler einzugehen. Dies geht aus einer gemeinsamen Aussendung von Bildungs- und Wirtschaftsministerium hervor.

Neue Schwerpunkte im Unterricht

Ein zentrales Element der Reform ist die Einführung des neuen Unterrichtsgegenstands „Touristischer Echtbetrieb“. Dieser soll insbesondere den praktischen Einsatz digitaler Werkzeuge im touristischen Arbeitsumfeld stärken. Digitale Anwendungen spielen auch in den Fächern „Marketing und touristische Trends“ sowie „Wirtschaft, Finanzmanagement und unternehmerisches Handeln“ eine größere Rolle. Neu vorgesehen ist zudem das Fach „Recht und Demokratie“, das zusätzliche Inhalte im Stundenplan erhält.

Fremdsprachen und Kommunikation im Wandel

Auch im Bereich der zweiten lebenden Fremdsprache sind Anpassungen geplant. Künftig sollen interkulturelle Kompetenzen, mündliche Kommunikation sowie der Einsatz von Künstlicher Intelligenz stärker berücksichtigt werden. Die schriftliche Kommunikation soll dabei gezielter auf typische Anwendungen in der Tourismusbranche ausgerichtet werden.

Einbindung bei der Entwicklung

Über alle Fächer hinweg sollen bestimmte Themen stärker integriert werden. Dazu zählen Digitalisierung, Nachhaltigkeit, Demokratiebildung, Individualisierung sowie reflektierendes Lernen. Diese Inhalte sollen nicht isoliert behandelt werden, sondern als verbindende Elemente im gesamten Unterrichtsangebot vorkommen. An der Erarbeitung der neuen Lehrpläne waren laut Aussendung neben Vertretern von Schülern, Lehrern, Direktoren und Bildungsexperten auch Vertreter aus Wirtschaft und Arbeitnehmervertretung sowie das Wirtschaftsministerium beteiligt.

(APA/red)

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