Tourismus in Deutschland legt weiter zu

Deutschlands Beherbergungsbetriebe haben von Jänner bis Mai so viele Übernachtungen verzeichnet wie noch nie.

13.07.2026 14:31
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Den größten Anteil am Wachstum hatten Gäste aus Deutschland.

Deutschlands Tourismusbranche hat in den ersten fünf Monaten des Jahres einen neuen Höchstwert bei den Übernachtungen erreicht. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wurden von Jänner bis Mai insgesamt 175,1 Millionen Übernachtungen in Hotels, Gasthöfen, Pensionen und anderen Beherbergungsbetrieben registriert. Damit wurde der bisherige Rekordwert für diesen Zeitraum aus dem Jahr 2024 um 0,4 Prozent übertroffen. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht das einem Plus von 1,3 Prozent.

Mehr Übernachtungen

Den größten Anteil am Wachstum hatten Gäste aus Deutschland. Ihre Übernachtungen stiegen bis Ende Mai um 1,6 Prozent auf 146,3 Millionen. Auch die Zahl der Übernachtungen internationaler Gäste nahm zu, wenn auch nur leicht. Sie erhöhte sich um 0,3 Prozent auf 28,7 Millionen. Besonders deutlich fiel das Plus im Mai aus. In dem durch mehrere Feiertage geprägten Monat verzeichneten die Beherbergungsbetriebe insgesamt 49,2 Millionen Übernachtungen von in- und ausländischen Gästen. Das waren 3,8 Prozent mehr als im Mai 2025.

Tourismusverband verweist auf Herausforderungen

Der Präsident des Deutschen Tourismusverbandes (DTV), Reinhard Meyer, wertete die aktuellen Zahlen als Zeichen für die Attraktivität Deutschlands als Reiseziel. Gleichzeitig verwies er darauf, dass viele Betriebe weiterhin vor erheblichen Herausforderungen stünden. Nach Angaben des DTV belasten steigende Kosten, Personalmangel und ein wachsender Investitionsbedarf zahlreiche Unternehmen. Meyer betonte, dass die Rekordzahlen nicht darüber hinwegtäuschen dürften und forderte politische Unterstützung. Aus Sicht des Verbandes seien unter anderem Investitionen in die touristische Infrastruktur, bessere Rahmenbedingungen zur Gewinnung von Fachkräften sowie eine stärkere Unterstützung der Kommunen erforderlich, da diese vielerorts touristische Einrichtungen und Angebote finanzieren.

(APA/red)

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