Naro: Häuser für einen Euro sollen Tourismus ankurbeln
Naro setzt auf Häuser für einen Euro, um den historischen Ortskern wiederzubeleben und den Tourismus in der sizilianischen Stadt anzukurbeln.
In Naro auf Sizilien werden Häuser im historischen Zentrum für einen symbolischen Euro angeboten. Mit dem Programm will die Gemeinde leerstehende Gebäude wiederbeleben – und zugleich den Ort für Besucher attraktiver machen.
Leerstand soll verschwinden
Die Häuser stehen teilweise seit Jahren leer und müssen umfassend renoviert werden. Wer eines der Objekte für einen Euro übernimmt, verpflichtet sich, die Sanierung selbst zu finanzieren und die Vorgaben der Gemeinde einzuhalten. Das Ziel geht über die Rettung einzelner Gebäude hinaus. Durch die Renovierungen soll das historische Zentrum wieder belebter werden. Gleichzeitig hofft Naro auf neue Unterkünfte, Geschäfte und andere touristische Angebote.
Ein Euro ist erst der Anfang
Der Kaufpreis ist dabei nur symbolisch. Käufer müssen zusätzlich unter anderem Steuern, Notarkosten sowie die Ausgaben für Planung und Renovierung tragen. Aus einem Haus für einen Euro kann daher schnell ein deutlich größeres finanzielles Projekt werden. Für Naro könnte sich die Investition dennoch lohnen: Wenn aus den leerstehenden Häusern wieder bewohnte Gebäude, Ferienunterkünfte oder kleine Betriebe entstehen, verändert sich auch das Stadtbild.
Interesse aus dem Ausland
Das Konzept hat bereits internationale Aufmerksamkeit erhalten. Nach Angaben einer lokalen Nachrichtenseite gingen bislang 88 Bewerbungen ein. Naro setzt damit auf ein Konzept, das in anderen italienischen Orten bereits erprobt wurde: Statt leerstehende Häuser verfallen zu lassen, sollen sie mit privaten Investitionen saniert und wieder genutzt werden. Für den Ort bedeutet das im besten Fall nicht nur weniger Leerstand, sondern auch mehr Besucher und neue touristische Angebote.
(red)
