Schlichter nehmen Arbeit im Lufthansa-Tarifstreit auf
Nach monatelangem Streit setzen Lufthansa und Piloten auf die Vermittlung zweier ehemaliger Ministerpräsidenten.
Im Tarifstreit zwischen der Lufthansa und ihren Piloten soll eine Schlichtung den seit Monaten andauernden Konflikt entschärfen. Dafür hat die Vereinigung Cockpit (VC) zwei ehemalige Ministerpräsidenten als Schlichter hinzugezogen: Thüringens Ex-Regierungschef Bodo Ramelow (Linke) und den früheren hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch (CDU). Heute gab es ein erstes Gespräch mit den Konfliktparteien. „Es war wichtig, dass die Schlichter nicht nur unsere Positionen kennenlernen, sondern auch ein Gefühl dafür bekommen, was die Menschen in den Verhandlungsteams bewegt“, sagte VC-Präsident Andreas Pinheiro. Die Gewerkschaft sei „verhalten optimistisch“.
Rund 5.000 Piloten betroffen
Schlichtungsverfahren wurden für die Lufthansa-Kernmarke, Lufthansa Cargo, CityLine und Eurowings vereinbart. Die VC fordert unter anderem höhere Arbeitgeberbeiträge zur betrieblichen Altersvorsorge. Betroffen sind rund 5.000 Piloten. Koch soll die Verfahren bei Lufthansa Classic und Lufthansa Cargo übernehmen. Für Eurowings und CityLine ist der Arbeitsrechtler Günther Heckelmann als Schlichter für die Airline vorgesehen.
Neue Gespräche mit Kabinenpersonal
Auch im Streit mit dem Kabinenpersonal soll es kommende Woche weitergehen. Die Flugbegleitergewerkschaft UFO kündigte am gestrigen Donnerstag die Wiederaufnahme der Gespräche an. Zuvor hatten beide Seiten mehrere Tage unter Moderation verhandelt und weitere Sondierungsgespräche geführt.
(APA/red)