Flughafen Wien: Erste Kündigungen bei AAS

Vor dem Wechsel des Bodenabfertigers am Flughafen Wien sind bei AAS erste Kündigungen ausgesprochen worden.

01.10.2026 13:44
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AAS hatte Ende Juli die zweite Bodenabfertigungslizenz am Flughafen Wien verloren.

Vor dem Wechsel des zweiten Anbieters für die Bodenabfertigung am Flughafen Wien sind beim bisherigen Betreiber Airline Assistance Switzerland AG (AAS) erste Kündigungen ausgesprochen worden. Die Gewerkschaft GPA bestätigte der APA einen entsprechenden Bericht von Austrian Wings. Mit AAS verhandelt die Gewerkschaft derzeit über einen Sozialplan. Die GPA hofft nach eigenen Angaben, dass möglichst viele Arbeitsplätze erhalten bleiben und sich die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten durch den Wechsel nicht verschlechtern.

Neuer Anbieter übernimmt ab Ende Oktober

AAS hatte Ende Juli die zweite Bodenabfertigungslizenz am Flughafen Wien verloren. Den Zuschlag erhielt die Joint Sky Service GmbH (JSS). Nach Angaben von JSS soll AAS auch künftig als exklusiver Dienstleister für JSS im Passagierbereich tätig sein. Damit soll der Übergang der Rampendienstleistungen möglichst reibungslos erfolgen. Eine schriftliche Zusage zur Übernahme der bisherigen AAS-Beschäftigten liegt laut Austrian Wings allerdings noch nicht vor. AAS-Geschäftsführer Dieter Streuli betonte dem Bericht zufolge, dass der Erhalt der Arbeitsplätze wichtig sei. Die bereits ausgesprochenen Kündigungen seien demnach notwendig gewesen, um arbeitsrechtliche Fristen einzuhalten. JSS-Geschäftsführer Martin Stift verwies seinerseits auf noch offene Urlaubsansprüche und Abfertigungen bei AAS. Für eine Übernahme der Beschäftigten verlangt JSS daher offenbar auch eine Bestätigung, dass entsprechende Rückstellungen an den neuen Anbieter übergeben werden. Die Übernahme der bisherigen Mitarbeiter sei für ihn grundsätzlich „logisch und überhaupt kein Thema“.

Verfahren gegen Vergabe anhängig

Zusätzlich ist die Vergabe der Lizenz noch nicht endgültig geklärt. AAS hat ein Verfahren beim Bundesverwaltungsgericht (BvWG) angestrengt. Das Gericht bestätigte, dass ein vergaberechtliches Verfahren anhängig ist. Eine erste mündliche Verhandlung hat bereits stattgefunden, ein weiterer Termin steht noch nicht fest. Für JSS bleibt damit die gerichtliche Entscheidung abzuwarten. Stift zufolge könne das Unternehmen ohne diese Entscheidung derzeit keine weiteren Schritte setzen.

AAS-Lizenz läuft am 24. Oktober aus

Die Lizenz von AAS endet am 24. Oktober. Die Bewilligung für JSS gilt anschließend vom 25. Oktober 2026 bis zum 22. Oktober 2033. Sie umfasst die Gepäckabfertigung, die Fracht- und Postabfertigung sowie Vorfelddienste. Damit steht der Wechsel unmittelbar bevor, während Fragen zur Übernahme der bisherigen Beschäftigten und das vergaberechtliche Verfahren noch offen sind.

(APA/red)

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