Land Oberösterreich sichert Kasberg-Weiterbetrieb

17 Millionen Euro sollen den Weiterbetrieb des Kasbergs bis 2028 absichern, die langfristige Zukunft des Skigebiets bleibt aber offen.

02.10.2026 10:01
red04
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Das Familienskigebiet kämpft bereits seit Jahren mit finanziellen Problemen.

Der Weiterbetrieb des Skigebiets Kasberg im Almtal ist vorerst finanziell abgesichert. Der oberösterreichische Landtag hat am gestrigen Donnerstagabend 17 Millionen Euro dafür freigegeben. Damit dürfte auch die geplante Übernahme der Almtal Bergbahnen durch die Traunsee Touristik GmbH (TTG) näher rücken. Die zuletzt zögernde Fördergenossenschaft lebenswertes Almtal kündigte an, dem Verkauf nun zustimmen zu wollen. 10 Millionen Euro sind für die finanzielle Absicherung der Übernahme und des Betriebs bis 2028, notwendige Investitionen sowie die Planung eines Beschneiungskonzepts vorgesehen. Weitere sieben Millionen Euro sollen Personal-, Rückbau- und Rekultivierungsverpflichtungen abdecken. Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) sprach von einer Absicherung des laufenden Betriebs, während gleichzeitig an einer langfristigen Lösung gearbeitet werde.

Zustimmung mit Vorbehalten

Die Fördergenossenschaft begrüßte den Landtagsbeschluss und will dem Verkauf an die TTG nun zustimmen. Gleichzeitig bleiben Vorbehalte. Zwar sei die Erarbeitung und Planung eines zukunftsfähigen Beschneiungskonzepts im Finanzrahmen enthalten, eine Garantie für den tatsächlichen Bau einer Vollbeschneiung gebe es aber nicht. Auch für die Gruppenumlaufbahn sei noch keine nachhaltige Lösung vorgesehen. Das Familienskigebiet kämpft bereits seit Jahren mit finanziellen Problemen. 2016 hatten das Land und vier Gemeinden vereinbart, mögliche Abgänge der Betreibergesellschaft bis zu einer Million Euro jährlich über zehn Jahre abzudecken. Im Gegenzug sollte ein touristisches Gesamtkonzept entstehen. Dieses scheiterte unter anderem am Widerstand von Grundeigentümern gegen einen Sommerbetrieb. Im Juli 2023 folgte die Insolvenz. Noch im selben Jahr übernahm ein Konsortium aus regionalen Unternehmern das Skigebiet. Für notwendige Investitionen in Beschneiungsanlagen, Lifte und die technische Sicherheit fehlen jedoch weiterhin die Mittel. Das Land beauftragte deshalb die Seilbahnholding, Übernahmegespräche zu führen. Die TTG ist Teil dieser Gesellschaft.

Langfristige Lösung bleibt offen

Während die FPÖ den Beschluss als Unterstützung für die Region begrüßte, fordern SPÖ, Grüne und NEOS ein langfristiges Konzept. SPÖ-Abgeordneter Mario Haas drängt auf eine rasche Absicherung des Skigebiets über 2028 hinaus. Auch die Grünen und NEOS sehen die Zukunft des Kasbergs noch nicht geklärt. Grünen-Klubobmann Severin Mayr bezeichnete die Finanzierung als Übergangslösung, NEOS-Klubobmann Felix Eypeltauer kritisierte ebenfalls die fehlende langfristige Perspektive und stellte den Zeitpunkt der Entscheidung mit Blick auf die Landtagswahl 2027 infrage.

(APA/red)

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