Flughafen Linz 2025: Mehr Fluggäste, weniger Güter

Der Flughafen Linz meldet für 2025 ein Plus von 45,2 Prozent bei den Passagieren, während das Frachtaufkommen um 9,5 Prozent zurückging.

20.01.2026 11:10
red04
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Flughafen Linz

Der Flughafen Linz hat für das Jahr 2025 ein deutliches Wachstum bei den Passagierzahlen gemeldet. Insgesamt nutzten 262.347 Menschen den Airport, was einem Anstieg von 45,2 Prozent gegenüber 2024 entspricht. Dennoch liegt das Passagieraufkommen weiterhin deutlich unter dem Niveau vor der Corona-Pandemie, als 2019 noch 436.018 Passagiere gezählt wurden.

Neue Linienflüge treiben Wachstum

Laut Geschäftsführer Norbert Draskovits ist der Zuwachs auf die seit Ende 2024 wieder aktivierte, jedoch seit November 2025 pausierte Frankfurt-Verbindung mit Austrian Airlines sowie auf neue Ryanair-Strecken nach London (Stansted), Bari und Alicante zurückzuführen. Die Strecke Linz–Frankfurt, die im Oktober 2025 von Austrian Airlines aufgrund mangelnder Auslastung eingestellt worden war, wird derzeit europaweit ausgeschrieben. Das Land Oberösterreich, das gemeinsam mit der Stadt Eigentümer des Flughafens ist, hatte die Ausschreibung nach Zustimmung der Europäischen Kommission im Herbst 2024 als „Public Service Obligation“ angekündigt. Die künftige Airline muss im Rahmen der öffentlichen Förderung bis 2030 wöchentlich 14 Flüge zwischen Linz und Frankfurt durchführen. Die Bewerbungsfrist endete am 8. Jänner, eine Entscheidung wird im ersten Quartal 2026 erwartet.

Rückgang im Frachtverkehr

Das Luftfrachtaufkommen am Flughafen Linz ist 2025 hingegen zurückgegangen. Insgesamt wurden 47.865 Jahrestonnen umgeschlagen, was einem Rückgang von 9,5 Prozent entspricht. Die geflogene Fracht blieb mit 15.215 Jahrestonnen stabil und erreichte mit 31,7 Prozent den höchsten Anteil am Gesamtaufkommen. Der Luftfrachtersatzverkehr verzeichnete einen Rückgang von 13,2 Prozent auf 32.650 Jahrestonnen. Geschäftsführer Draskovits äußerte die Hoffnung, dass sich die weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Jahr 2026 verbessern und wieder einen reibungslosen Warenverkehr ermöglichen.

(APA/red)

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