Kronplatz empfängt die Olympische Fackel
Der Durchzug der Olympischen Fackel führte eine prominente Delegation in die Dolomitenregion Kronplatz.
Der 27. Januar 2026 war ein besonderer Moment für die gesamte Region. Als eine der führenden alpinen Destinationen Südtirols wurde der Kronplatz zum Schauplatz eines Ereignisses, das olympischen Geist, Kultur, Landschaft und gesellschaftliches Engagement miteinander verband und ein klares Zeichen für Gemeinschaft und Teilhabe setzte. Auf ihrem Weg zu den Olympischen Winterspielen Milano Cortina zweigte die Fackel am Gipfel des Kronplatz ab.
Getragen von ausgewählten Fackelträgerinnen und Fackelträgern, darunter der Südtiroler Extrembergsteiger Reinhold Messner – führte der Zug durch das Antholzertal, den historischen Stadtkern von Bruneck und bis hinauf auf den Gipfel des Kronplatz. Entlang dieser Route entstand ein eindrucksvolles Zusammenspiel aus symbolischer Kraft der Flamme – Sinnbild für Frieden, Einheit und sportlichen Geist – und der aktiven Einbindung von Bevölkerung, Gästen und Medien.
Der Höhepunkt wurde schließlich auf dem Gipfel erreicht, mit einer feierlichen Zeremonie an ikonischen Orten wie dem Messner Mountain Museum Corones (MMM Corones) und dem LUMEN Museum für Bergfotografie. Letzteres bildete den Rahmen für eine Vernissage und eine Benefizauktion mit Beteiligung des Künstlers Leon Löwentraut und schuf einen emotionalen Dialog zwischen Kunst und Sport mit spürbarer gesellschaftlicher Wirkung.
Durchzug der Olympischen Fackel
Die Olympische Fackel erreichte zunächst das Antholzertal, Austragungsort der olympischen Biathlonbewerbe, bevor sie ihren Weg durch das Zentrum von Bruneck nahm. Die Strecke führte vorbei an einigen der symbolträchtigsten und publikumswirksamsten Orte der Stadt. Auf dem Hauptplatz wurde die Fackel im Rahmen eines offiziellen Empfangs mit Vertreterinnen und Vertretern der Institutionen begrüßt, ehe der Zug in Richtung Intercable Arena Bruneck fortgesetzt wurde.
Zeremonie auf dem Gipfel des Kronplatz
Am Nachmittag stand der Kronplatz im Mittelpunkt des Geschehens. In einer eindrucksvollen alpinen Kulisse führte der feierliche Fackeldurchzug zu drei symbolischen Orten des Berges: zur Concordia-2000-Friedensglocke als Auftakt des offiziellen Moments, weiter zum Messner Mountain Museum Corones und zum LUMEN Museum.
Die Olympische Fackel wurde auf den Gipfel unter anderem von Reinhold Messner, Andreas Zingerle, Anna Bortoluzzi und Manola de Vettor getragen. „Heute ist es uns eine besondere Ehre, auf dem Kronplatz eine Flamme zu empfangen, die für Werte wie Einheit, Hoffnung und Frieden steht“, erklärte Zeno Kastlunger, Präsident von Skirama Plan de Corones, in seiner Ansprache vor der Concordia-2000-Glocke. „Dank der Fackelträgerinnen und Fackelträger setzt sich die Feier der Olympischen Spiele hier fort – am höchsten Punkt unseres Berges, an einem Ort, der aufgrund seiner Symbolik bewusst gewählt wurde und die olympischen Prinzipien widerspiegelt.
Die Concordia 2000 wurde anlässlich des Jahrtausendwechsels im Jahr 2000 von den Pionieren des Kronplatz errichtet und ist mit ihren 18 Tonnen die größte frei schwingende Glocke des Alpenraums. Sie erklingt täglich um 12 Uhr.
Im Anschluss wurde in Zusammenarbeit mit Home of Athletes eine Benefizauktion durchgeführt, bei der ein Werk aus der Serie „Olympia“ versteigert wurde. Der gesamte Erlös kam der Sporthilfe Südtirol.
(red)