Wartezeiten an US-Flughäfen steigen

Die US-Programme Global Entry und TSA PreCheck zur Sicherheitskontrolle an Flughäfen werden wegen einer Budgetsperre vorübergehend ausgesetzt.

23.02.2026 11:01
red04
© Adobe Stock
TSA PreCheck beschleunigt die Sicherheitsabfertigung für registrierte Flugpassagiere.

Bei der Ankunft in den Vereinigten Staaten müssen sich viele Reisende künftig auf längere Wartezeiten einstellen. Die Programme für beschleunigte Sicherheits- und Einreisekontrollen, Global Entry und TSA PreCheck, werden seit dem gestrigen Sonntag vorübergehend ausgesetzt. Grund dafür ist eine Budgetsperre innerhalb des Ministeriums.

Beschleunigte Kontrollen betroffen

Global Entry ermöglicht im Voraus überprüften Reisenden aus dem Ausland eine vereinfachte Zoll- und Einreisekontrolle. TSA PreCheck beschleunigt die Sicherheitsabfertigung für registrierte Flugpassagiere. Der US-Fluggesellschaften-Verband Airlines for America (A4A) äußerte Kritik an der Entscheidung des Ministeriums und bezeichnete sie als problematisch für Reisende und die Branche.

Budgetsperre im DHS als Ursache

Hintergrund der Maßnahme ist eine Budgetsperre im Heimatschutzministerium (DHS). Die teilweise Stilllegung des Ministeriums seit vergangener Woche ist darauf zurückzuführen, dass der Kongress keine Einigung auf eine Reform der Einwanderungsgesetze und die damit verbundene Finanzierung des Ministeriums erzielen konnte. Heimatschutzministerin Kristi Noem erklärte: „Wir treffen harte, aber notwendige Personal- und Ressourcenentscheidungen.“ Sonderrechte und Privilegien bei Kontrollen an Flughäfen und Grenzübergängen würden vorübergehend ausgesetzt. Vorrang habe nun die Abfertigung der Allgemeinheit der Reisenden.

Kritik aus der Flugbranche

Chris Sununu, Chef von A4A, kritisierte die kurzfristige Ankündigung. Er bezeichnete die Maßnahme als Missbrauch der Reisenden „als politischer Spielball“ und forderte den Kongress auf, eine Einigung zu erzielen. Eine vergleichbare Budgetsperre im Herbst führte nach Angaben von A4A zu Verlusten von rund 6,1 Milliarden Dollar (5,18 Milliarden Euro) in der Reisebranche. Zu den Mitgliedern des Verbands zählen unter anderem American Airlines, Delta und United.

(APA/red)

Anzeige
Anzeige
Beitrag teilen

Das könnte Sie auch interessieren

Weitere Themen