Prateralm GmbH insolvent, doch Lokal bleibt geöffnet
Finanzielle Schwierigkeiten treffen die frühere Betreibergesellschaft der Prateralm, das Lokal selbst bleibt unter neuer Führung im vollen Betrieb.
Die Betreibergesellschaft des Wiener Lokals Prateralm ist erneut zahlungsunfähig. Über das Vermögen der Prateralm GmbH wurde ein Konkursverfahren eröffnet. Das geht aus den Veröffentlichungen des Gläubigerschutzverbandes AKV sowie aus Berichten mehrerer Medien hervor. Das traditionsreiche Lokal im Wiener Prater selbst ist vom aktuellen Verfahren jedoch nicht betroffen.
Konkursverfahren am Handelsgericht Wien
Das zuständige Handelsgericht Wien eröffnete das Verfahren auf Antrag eines Gläubigers. Gläubiger können ihre Forderungen innerhalb der vom Gericht festgelegten Frist anmelden. Eine Berichtstagsatzung soll in den kommenden Wochen stattfinden. Schon im Rahmen eines früheren Sanierungsverfahrens waren Forderungen in Millionenhöhe angemeldet worden. Damals wurde ein Sanierungsplan angenommen – Medienberichten zufolge konnte allerdings nur ein Teil der vereinbarten Zahlungen tatsächlich erfüllt werden.
Zweite Insolvenz innerhalb kurzer Zeit
Für die Prateralm GmbH ist dies nicht das erste Insolvenzverfahren. Bereits 2024 hatte das Unternehmen ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung durchlaufen. Ursachen waren unter anderem die wirtschaftlichen Nachwirkungen der Pandemie, gestiegene Energiepreise und höhere Kosten im Wareneinkauf. Die erneute Insolvenz deutet darauf hin, dass sich die wirtschaftliche Situation der Gesellschaft langfristig nicht stabilisieren ließ.
Laufender Gastronomiebetrieb nicht betroffen
Der Restaurantbetrieb der Prateralm läuft indes weiter. Das Lokal wird inzwischen von der Scala Rubens Restaurantbetrieb GmbH geführt, einer eigenständigen Gesellschaft. Laut dem Wiener Gastronomen Heinz Pollischansky gebe es keine Einschränkungen für Gäste; der Geschäftsbetrieb gehe regulär weiter. Damit betrifft die Insolvenz ausschließlich die frühere Betreibergesellschaft – nicht jedoch den aktuellen Restaurantbetrieb vor Ort.
(red)