Air France-KLM zeigt Interesse an TAP
Air France-KLM hat ein unverbindliches Gebot für eine Minderheitsbeteiligung an TAP Air Portugal abgegeben.
Die Fluggesellschaft Air France-KLM hat ein unverbindliches Angebot für eine Minderheitsbeteiligung an der portugiesischen TAP Air Portugal eingereicht. Konzernchef Benjamin Smith erklärte am heutigen Donnerstag, dass das Unternehmen den Betrieb in Lissabon weiter stärken und die Anbindung in weiteren Städten des Landes ausbauen wolle. Ziel sei es, die Präsenz von Air France-KLM auf dem portugiesischen Markt zu erhöhen und langfristige Wachstumschancen zu sichern.
Konkurrenten zeigen ebenfalls Interesse
Mit dem Schritt ist Air France-KLM die erste von drei großen europäischen Airline-Gruppen, die offiziell ein Gebot für TAP abgegeben hat. Auch die British-Airways-Mutter IAG sowie die deutsche Lufthansa, Muttergesellschaft der AUA, hatten bereits öffentliches Interesse an einer Beteiligung signalisiert. Beobachter gehen davon aus, dass sich der Wettbewerb um die Minderheitsanteile in den kommenden Wochen weiter verschärfen könnte.
Portugals Pläne zur Teilprivatisierung
Die portugiesische Regierung plant, die während der Corona-Krise im Jahr 2020 verstaatlichte Fluggesellschaft teilweise zu privatisieren. Bereits im Juli hatte die Regierung angekündigt, einen Anteil von 44,9 Prozent an TAP zum Verkauf freizugeben. Analysten schätzen den Wert dieses Anteils auf rund 700 Millionen Euro. Mit der Privatisierung soll nicht nur frisches Kapital in die Airline fließen, sondern auch die Wettbewerbsfähigkeit von TAP langfristig gestärkt werden.
(APA/red)