Bahnstrecke Hamburg–Berlin verzögert sich

Die vollständige Wiederinbetriebnahme der Bahnverbindung Hamburg–Berlin verschiebt sich aufgrund von Frostschäden und Bauverzögerungen auf Juni 2026

11.03.2026 12:50
red04
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Die Deutsche Bahn hat mitgeteilt, dass die Bahnstrecke zwischen Hamburg und Berlin erst am 14. Juni 2026 komplett wieder in Betrieb genommen wird – sechs Wochen später als ursprünglich geplant. Pendlerinnen und Pendler in der Region Berlin müssen somit bis Mitte Juni weiterhin auf Ersatzbusse ausweichen, da Fernzüge weiterhin umgeleitet werden.

Der nördliche Abschnitt von Hamburg bis Hagenow Land in Mecklenburg-Vorpommern soll jedoch bereits ab dem 15. Mai wieder bedient werden.

Grund für die Verzögerung sind umfangreiche Sanierungsarbeiten, die seit August 2025 laufen. Frostige Wintermonate hatten die Bauarbeiten behindert, besonders weil gefrorener Boden das Ausheben der Kabelschächte für Leit- und Sicherungstechnik erschwerte. Auch geplante Arbeiten an den Oberleitungen konnten nicht wie vorgesehen durchgeführt werden.

Die 280 Kilometer lange Strecke durchquert fünf Bundesländer und ist eine der wichtigsten Verkehrsadern Deutschlands mit täglich rund 30.000 Fernreisenden und 470 Zügen pro Tag. Die Verzögerungen haben bei den Landesregierungen für Unmut gesorgt.

Die Deutsche Bahn benötigte rund einen Monat, um einen neuen Zeitplan zu erstellen. Zusätzlich gab es in jüngster Zeit Probleme mit den Ersatzbussen.

Parallel dazu starten am 1. Mai geplante Bauarbeiten auf dem Abschnitt Hamburg–Hannover. Diese werden stufenweise durchgeführt: Zwischen Celle und Hannover ist ab 1. Mai mit Vollsperrung zu rechnen, während auf Teilabschnitten noch einzelne Züge verkehren.

Die Modernisierung der Strecke Hamburg–Berlin ist Teil eines umfassenden Programms, das bis Mitte der 2030er Jahre mehr als 40 wichtige Strecken grundlegend erneuern soll. Dabei werden unter anderem Gleise, Weichen, Stellwerke und Bahnhöfe saniert oder neu gebaut. Eine digitale Zugsteuerung mittels ETCS wird allerdings noch nicht installiert.

Trotz Kritik verteidigt Bahnchefin Evelyn Palla das Sanierungskonzept als alternativlos.

APA/Red.

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