Breite Unterstützung für Einheimischentarife

Eine Umfrage unter österreichischen Tourismusregionen zeigt deutliche Zustimmung zu vergünstigten Angeboten für die lokale Bevölkerung.

13.03.2026 8:43
red04
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Eine aktuelle Blitzumfrage unter mehr als 200 Mitgliedern des Destinations-Netzwerk Austria (dna) zeigt eine klare Haltung der österreichischen Tourismusmanager:innen zur Diskussion über Einheimischentarife. Über 85 Prozent der befragten Regionen bewerten den aktuellen politischen Vorstoß positiv, rund drei Viertel sehen darin ein wichtiges Signal zur Stärkung des Tourismusbewusstseins in den Regionen.

Ausgangspunkt der Debatte ist eine Entscheidung auf europäischer Ebene: Der Rat für Wettbewerbsfähigkeit hat die Europäische Kommission beauftragt zu prüfen, wie im Zuge der Überarbeitung der Geoblocking-Verordnung rechtssichere Modelle für vergünstigte Angebote für Einheimische ermöglicht werden können. Damit entsteht erstmals politischer Spielraum auf EU-Ebene, um solche Tarife unionsrechtskonform umzusetzen.

Die Umfrage zeigt zudem, dass viele Regionen bereits eigene Initiativen gesetzt haben. Mehr als ein Drittel der Befragten gibt an, bereits Vorteilsprogramme für die lokale Bevölkerung anzubieten. Freizeitpässe und regionale Bonusmodelle sind damit in vielen Regionen bereits Teil der Praxis.

Zu den genannten Maßnahmen zählen unter anderem saisonale Spezialangebote, Zuschüsse für Kinder und Jugendliche sowie Kombiangebote für Bergbahnen, Schwimmbäder, Freizeit- und Kultureinrichtungen. Diese Programme sollen den Nutzen des Tourismus für die Bevölkerung vor Ort sichtbar machen und die Verbindung zwischen Lebensraum und Tourismus stärken.

Laut dna-Präsident Mag. (FH) Mathias Schattleitner zeigt die Umfrage deutlich, dass viele Regionen den Vorstoß zu Einheimischentarifen unterstützen und teilweise bereits entsprechende Angebote umgesetzt haben. Einheimischentarife können dazu beitragen, dass der Tourismus auch für die Menschen vor Ort spürbare Vorteile bringt.

Das Destinations-Netzwerk Austria vertritt über 200 Mitglieder aus Tourismusverbänden sowie Destinationsmanagement- und Marketingorganisationen und repräsentiert damit rund 97 Prozent der österreichischen Tourismusregionen. Ziel des Netzwerks ist es, die nachhaltige und zukunftsorientierte Entwicklung der Tourismusdestinationen zu unterstützen.

APA/Red.

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