Delta verzichtet auf Jahresprognose

Delta verzichtet wegen stark gestiegener Kerosinpreise infolge des Iran-Konflikts auf eine Jahresgewinnprognose.

08.04.2026 14:56
red04
© Adobe Stock
Im ersten Quartal gab Delta über 2,7 Mrd. Dollar für Treibstoff aus, ein Anstieg von 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Die US-Fluggesellschaft Delta wird in diesem Jahr keine Gewinnprognose abgeben. Grund sind die stark gestiegenen Kerosinpreise infolge des Konflikts im Iran, teilte das Unternehmen am heutigen Mittwoch in Atlanta mit.

Treibstoffkosten belasten Quartalsergebnis

Laut Vorstandschef Ed Bastian werden die Ausgaben für Treibstoff im zweiten Quartal voraussichtlich um mehr als 2 Mrd. US-Dollar (rund 1,7 Mrd. Euro) zulegen. Trotz der gestiegenen Kosten erwartet Delta einen Vorsteuergewinn von etwa einer Milliarde Dollar. Der bereinigte Gewinn je Aktie könnte bis zu 1,50 Dollar erreichen, leicht über den durchschnittlichen Analystenerwartungen von 1,45 Dollar. Die Delta-Aktie legte im vorbörslichen US-Handel um mehr als elf Prozent zu. Auslöser war die Ankündigung einer zweiwöchigen Waffenruhe am Persischen Golf durch die USA, Israel und den Iran. Zuvor hatten die Kämpfe in der Region die Kerosinpreise stark ansteigen lassen.

Umsatz steigt, operativer Gewinn sinkt

Im ersten Quartal gab Delta über 2,7 Mrd. Dollar für Treibstoff aus, ein Anstieg von 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Umsatz legte um 13 Prozent auf knapp 15,9 Mrd. Dollar zu. Gleichzeitig fiel der operative Gewinn um 12 Prozent auf 501 Mio. Dollar, da neben den Treibstoffkosten auch die Personalausgaben zunahmen. Unter dem Strich verzeichnete das Unternehmen einen Verlust von 289 Mio. Dollar, nachdem im Vorjahreszeitraum noch ein Gewinn von 240 Mio. Dollar erzielt worden war. Trotz der Herausforderungen blieb die Nachfrage nach Flügen robust. Delta hat das Flugangebot reduziert und verschiedene Maßnahmen ergriffen, um die gestiegenen Treibstoffkosten auszugleichen.

(APA/red)

Beitrag teilen

Das könnte Sie auch interessieren

Weitere Themen