Eispreise in Österreich deutlich höher

Eine aktuelle Untersuchung zeigt erhebliche Preisunterschiede bei beliebten Speiseeis-Produkten.

19.06.2026 10:15
red04
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Pünktlich zur Sommersaison sorgt eine aktuelle Analyse von foodwatch Österreich für Diskussionen über die Preisgestaltung bei Speiseeis. Demnach sind die untersuchten Markenprodukte in österreichischen Supermärkten durchwegs teurer als in Deutschland. Laut der Erhebung zahlen Konsumentinnen und Konsumenten hierzulande im Durchschnitt rund 50 Prozent mehr für dieselben Produkte.

Besonders groß fällt der Preisunterschied bei einzelnen Artikeln aus. So kostet etwa eine Packung Magnum Mini in Österreich deutlich mehr als im benachbarten Deutschland. Auch bei bekannten Produkten wie Calippo oder Viennetta wurden erhebliche Differenzen festgestellt.

Nach Ansicht von foodwatch Österreich liegen die Ursachen weniger im Einzelhandel als vielmehr in den Strukturen des europäischen Lebensmittelmarktes. Kritisiert werden sogenannte territoriale Lieferbeschränkungen, die es Herstellern ermöglichen, den grenzüberschreitenden Einkauf von Waren einzuschränken. Dadurch können Händler Produkte nicht immer dort beziehen, wo sie günstiger angeboten werden.

Die Verbraucherschutzorganisation sieht darin einen wesentlichen Grund für höhere Einkaufspreise in Österreich, die letztlich an die Endkundschaft weitergegeben werden. Die aktuellen Preisunterschiede seien ein Beispiel dafür, wie sich solche Marktmechanismen auf die Konsumentenpreise auswirken können.

Auf europäischer Ebene wird derzeit über Maßnahmen gegen territoriale Lieferbeschränkungen diskutiert. Befürworter eines Verbots erwarten sich dadurch mehr Wettbewerb und eine stärkere Angleichung der Preise innerhalb des EU-Binnenmarktes. Ob und in welcher Form entsprechende Regelungen umgesetzt werden, bleibt jedoch abzuwarten.

Für die Tourismus- und Gastronomiebranche sind die Entwicklungen ebenfalls von Interesse, da Preissteigerungen bei Lebensmitteln und Tiefkühlprodukten nicht nur private Haushalte, sondern auch Betriebe entlang der gesamten Wertschöpfungskette betreffen. Die Diskussion um faire Marktbedingungen und wettbewerbsfähige Einkaufspreise dürfte daher weiterhin an Bedeutung gewinnen.

APA/Red.

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