Fast-Food profitiert von teurer Gastronomie

Stark gestiegene Preise in der Gastronomie führten 2025 zu einer spürbaren Verschiebung hin zu Fast-Food-Ketten und Imbissen.

13.05.2026 12:38
red04
© Adobe Stock
Insgesamt stiegen die Umsätze von Fast-Food-Anbietern und Imbissbetrieben im vergangenen Jahr um 7,7 Prozent auf rund 1,38 Milliarden Euro.

Stark gestiegene Preise in der klassischen Gastronomie haben 2025 zu einer spürbaren Verschiebung im Essverhalten geführt. Immer mehr Konsumenten wichen auf günstigere Alternativen wie Würstelstände, Pizzastände, Dönerläden und Schnellrestaurants aus. Nach einer Analyse des Marktforschungsinstituts Branchenradar führte diese Entwicklung zu einem klaren Wachstum im Fast-Food-Segment.

Umsatzplus in der System- und Schnellgastronomie

Insgesamt stiegen die Umsätze von Fast-Food-Anbietern und Imbissbetrieben im vergangenen Jahr um 7,7 Prozent auf rund 1,38 Milliarden Euro. Besonders stark entwickelte sich die Systemgastronomie mit großen Ketten wie McDonald’s, Burger King oder KFC. Diese erzielten gemeinsam einen Umsatz von 1,145 Milliarden Euro, was einem Plus von 8,4 Prozent entspricht. Als Gründe für die positive Entwicklung nennt die Analyse unter anderem den Ausbau von Lieferdiensten sowie verstärkte Rabatt- und Gutscheinaktionen, die zusätzliche Nachfrage erzeugt hätten.

Imbisse und Würstelstände ebenfalls im Plus

Auch kleinere Betriebe profitierten von der Entwicklung, wenn auch in geringerem Ausmaß. Würstelstände und Imbisse steigerten ihre Erlöse um 4,1 Prozent auf 233 Millionen Euro. Damit setzte sich der Trend zu schnellen und vergleichsweise günstigen Mahlzeiten auch in diesem Segment fort.

Preisgefälle nimmt zu

Laut Branchenradar sind die Preise in der klassischen Gastronomie in den vergangenen fünf Jahren um mehr als 40 Prozent gestiegen. Dadurch habe sich der Unterschied zu Fast-Food-Angeboten weiter vergrößert. Eine Mahlzeit inklusive Getränk koste 2025 am Würstelstand im Durchschnitt unter 10 Euro, bei großen Fast-Food-Ketten liege der Preis im Schnitt unter 15 Euro. Klassische Gasthäuser und Restaurants könnten in vielen Fällen preislich nicht mehr mithalten. „Gasthäuser oder Restaurants, die da mithalten konnten, waren spärlich gesät“, so das Marktforschungsinstitut. Branchenvertreter verweisen darauf, dass insbesondere bei zunehmendem Kostendruck der Preis stärker in den Vordergrund rücke.

(APA/red)

Beitrag teilen

Das könnte Sie auch interessieren

Weitere Themen